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Immobilienmanagement Unternehmensgruppe

Raus aus der Obdachlosigkeit, zurück in ein eigenverantwortliches Leben

NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal (2. v. re.), Holger Lack, Leiter NHW-Regionalcenter Frankfurt (re.), Servicecenterleiterin Carolin Racky und MainWeg-Geschäftsführer Lars Volkmann bei der Vertragsunterzeichnung in Frankfurt.
Kooperation besiegelt: NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal (2. v. re.), Holger Lack, Leiter NHW-Regionalcenter Frankfurt (re.), Servicecenterleiterin Carolin Racky und MainWeg-Geschäftsführer Lars Volkmann bei der Vertragsunterzeichnung in Frankfurt. Foto: NHW / Thomas Rohnke

Integration beginnt in einem sicheren Zuhause: Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt stellt in Frankfurt Wohnungen für die Initiative Housing First – MainWeg zur Verfügung

Frankfurt am Main – Obdachlosigkeit ist ein drängendes gesellschaftliches Problem. Über 22.000 wohnungslose Menschen gibt es derzeit in Hessen, mehr als 3.000 leben dauerhaft auf der Straße, mehrere hundert auch in Frankfurt – Tendenz steigend. Mit dem Projekt „Housing First“ hat sich die MainWeg gGmbH – eine gemeinnützige Organisation, die Menschen mehr als nur die tägliche Hilfe zum Überleben bieten will – zum Ziel gesetzt, Obdachlosen die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern, indem sie ihnen bei der Wohnungssuche sowie bei der Suche nach einer eigenen Arbeitsstelle hilft. Unterstützung bekommt die MainWeg jetzt von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW). Hessens größtes Wohnungsunternehmen wird der Initiative künftig Wohnungen in Frankfurt zur Verfügung stellen. Den Kooperationsvertrag haben NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal und Holger Lack, Leiter des NHW-Regionalcenters Frankfurt, sowie Lars Volkmann, Geschäftsführer von MainWeg, Ende 2023 unterzeichnet. Während der zweijährigen Pilotphase ist vorgesehen, dass die NHW je nach Verfügbarkeit vier Wohnungen pro Jahr vorschlägt. Der Bedarf ist da: Zu einer potenziellen von der MainWeg betreuten Mieterin hat die NHW bereits Kontakt aufgenommen und gemeinsam mit ihr eine Wohnung besichtigt.

„Die NHW ist sich ihrer sozialen Verantwortung als eine der größten Vermieterinnen Frankfurts stets bewusst“, betont Westphal. „Gemeinsam mit MainWeg beabsichtigen wir, einen Beitrag zur Überwindung von Wohnungslosigkeit zu leisten. Die Zusammenarbeit soll helfen, Menschen mit langjährigen komplexen Problemlagen, bei denen bestehende Hilfeangebote keinen Erfolg haben, die Rückkehr in ein eigenverantwortliches Wohnen und Leben ermöglichen. Wir freuen uns, dass wir dazu einen Beitrag leisten können.“

„Housing First setzt sich zum Ziel, die Wohnungslosigkeit von Menschen durch den Abschluss eines eigenen Mietvertrages in einer menschenwürdigen Wohnung sowie mit einer sozialarbeiterischen Begleitung zu beenden“, ergänzt MainWeg-Geschäftsführer Lars Volkmann. „Der erste Schritt zurück in die Gesellschaft ist ein sicheres Zuhause. Auf dieser Grundlage lassen sich das eigene Leben und die individuelle Zukunft verantwortungsvoll gestalten.“

Die neuen Bewohner:innen der NHW-Wohnungen können sich der kontinuierlichen, individuellen Betreuung durch Sozialarbeiter:innen und weiterer Hilfsangebote sicher sein, bis sich ihre Wohnsituation stabilisiert hat. Beispielsweise begleitet MainWeg sie bei ihrer Integration in die Hausgemeinschaft sowie den Arbeitsmarkt und organisiert – falls nötig – weitere Unterstützung durch Ehrenamtliche. Für das Projekt bewerben können sich wohnungs- und obdachlose Menschen, die wieder auf ihren eigenen Füßen stehen wollen. 

Entstanden ist die Idee für MainWeg in der Frankfurter Franziskustreff Stiftung, die Obdachlose und Arme werktäglich mit einem Frühstück und guten menschlichen Beziehungen versorgt. Um auch noch konkretere Perspektiven für die Zukunft zu bieten, wurde die MainWeg gGmbH gegründet.

In Nordhessen hat die NHW ein vergleichbares soziales Projekt auf den Weg gebracht und Wohnungen an den Verein Verbund sozialpädagogischer Kleingruppen e.V. vermietet. Dessen individualpädagogisches Angebot richtet sich an junge Menschen, für die das Leben in einer Gruppe oder in ihren Familien aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr möglich ist und die die bestehenden Systeme der Jugendhilfe, der Schule oder des Gesundheitswesens überfordern.