Mehr bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt-Niederrad
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) und OBG-Gruppe Rhein-Neckar haben auf der EXPO Real den Generalunternehmervertrag für ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 37 Wohneinheiten – davon 19 gefördert, in Frankfurt-Niederrad unterzeichnet.
Das Bauvorhaben Melibocusstraße 49 mit insgesamt 37 Wohneinheiten, davon 18 freifinanziert und 19 gefördert, schließt die Lücke im Bestandsquartier Adolf-Miersch Siedlung. Bis vor zwei Jahren war auf der Fläche noch das Cubity zu finden, ein Wohnungsangebot für Studentinnen und Studenten.
Das Land Hessen fördert den sozialen Wohnungsbau in Frankfurt-Niederrad mit rund zwei Millionen Euro, die Stadt Frankfurt unterstützt zusätzlich mit rund 1,2 Millionen Euro. Insgesamt investiert die NHW mit diesem Neubau rund 15 Millionen Euro.
„Innenentwicklung ist eine bewusste Entscheidung: Wir schaffen neuen Wohnraum nicht irgendwo, sondern gezielt im Bestand und in gewachsenen Quartieren. Mit einem bedarfsgerechten Wohnungsmix, der die Altersstruktur und Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt, ergänzen wir das bestehende Angebot sinnvoll. Unser Ziel ist es, das Quartier zu stabilisieren und zukunftsfähig zu gestalten“, so Monika Fontaine-Kretschmer, NHW-Geschäftsführerin.
„Durch soziale Durchmischung, lebendige Nachbarschaften und die nachhaltige Nutzung vorhandener Strukturen. Dabei profitieren die Bewohner von einer guten Infrastruktur, kurzen Wegen und einer bestehenden Anbindung. Wir übernehmen Verantwortung, um das Wohnumfeld auch für die kommenden Jahrzehnte lebenswert zu erhalten“, ergänzte Dr. Constantin Westphal, NHW-Geschäftsführer.
Große Wohnungsvielfalt in urbaner Umgebung
Angeboten wird ein bunter Mix aus 2 bis 4-Zimmer-Wohnungen von 45 qm bis 96 qm, der für Singles und Paare ebenso geeignet ist wie für Familien mit Kindern. Die meisten Wohnungen verfügen über Balkone. Auf einer Grundstücksfläche von 1.975qm entsteht bis 2029 ein fünfgeschossiges Mehrfamilienhaus. Den Mietern stehen 15 Stellplätze in der Tiefgarage zur Anmietung zur Verfügung. Die Energieversorgung der Mietwohnungen erfolgt über eine energieeffiziente Wärmepumpe und Photovoltaikanlage.
Die Adolf-Miersch-Siedlung – Ruhige, zentrale Umgebung mit Innenstadtnähe
Die Adolf-Miersch-Siedlung umfasst eine Fläche von knapp 50 Hektar und liegt im südwestlichen Niederrad. Sie grenzt im Norden an die Goldsteinstraße, im Osten an die Gerauer Straße, im Süden an die Waldfriedstraße und im Westen an die Mainbahn. Die Adolf-Miersch-Siedlung zählte mit einer Gesamtzahl von rund 1.800 Wohnungen zu den großen Bauprojekten der Nachkriegszeit. Zwischen 1956 und 1965 realisierte die NHW gemeinsammit anderen Wohnungsbaugesellschaften ein für die damalige Zeit typisches Wohnquartier mit überwiegend vier- und fünfgeschossigen Zeilenbauten, großzügig angelegten Freiflächen und vom Verkehr getrennten Fußwegenetz.
Die NHW bewirtschaftet derzeit in der Adolf-Miersch-Siedlung ca. insgesamt 1.200 Mietwohnungen und verwirklicht hier ein ganzheitliches Konzept, um das Quartier fit für die Zukunft zu machen.
Neben der energetischen Modernisierung der Bestandsgebäude verfolgt die Projektentwicklung ihre Strategie der Innenergänzung. Im Rahmen dieser erfolgte bereits eine Quartiersergänzung mit 25 geförderten Wohnungen im Passivhausstandard. Die NHW setzt auf moderne Mobilitätskonzepte und haushaltsnahe Dienstleistungen durch das Wohn-Service-Team für ältere Mieter.
Für diese ganzheitlich umgesetzte Quartiersentwicklung wurde die Adolf-Miersch-Siedlung 2019 als erstes Quartier in Hessen mit dem Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.