Unser Plus, Euer Mehrwert.
Durch die Reinvestition unserer Überschüsse schaffen wir echte Mehrwerte. Für mehr Wohnraum, Wohnqualität und Klimaschutz.
Warum braucht ein soziales Wohnungsunternehmen Überschüsse?
Ein soziales Wohnungsunternehmen wie die NHW benötigt Überschüsse, um langfristig handlungsfähig zu bleiben. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Sicherung und Weiterentwicklung des Wohnraums. Darum investieren wir unsere Überschüsse gezielt: in neuen Wohnraum, die Modernisierung unseres Bestands und die langfristige Qualität unserer Quartiere.
Übersicht zu den Investitionen Fragen und Antworten
Unsere Investitionen von 2018 bis 2029
Trotz der gesamtwirtschaftlichen Lage mit höheren Baupreisen, gestiegenen Zinsen und teureren Dienstleistungen investieren wir heute tendenziell mehr als in den Vorjahren. Das tun wir, um unseren Wohnungsbestand zukunftsfähig zu halten und weiterhin neuen Wohnraum schaffen zu können.
Neu gebaute und modernisierte Wohnungseinheiten 2021 bis 2029
Die Anzahl der neu gebauten und modernisierten Wohneinheiten hängt stark von Projektzeitläufen ab. Dabei kann es vorkommen, dass sich Bauprojekte aufgrund unvorhersehbarer Einflüsse zeitlich verschieben und somit auch die Investitionen verzögern. Diese Verzögerungen können auch dazu führen, dass es zu ungeplanten Jahresüberschüssen kommt. Diese Überschüssen werden im Folgejahr in unsere Bestände investiert.
Mietpreisentwicklung 2021 bis 2025
Obwohl wir die Mieten in der Vergangenheit verhältnismäßig stabil halten konnten, lassen sich die Kostensteigerungen infolge der gestiegenen Inflation, nicht vollständig abfedern. Daher ist eine maßvolle Anpassung der Mietpreise erforderlich, um die laufende Bewirtschaftung sowie die Qualität des Wohnraums langfristig sicherstellen zu können. Jeden Euro den wir einnehmen investieren wir in unsere Bestände und die Zukunftsfähigkeit für uns als soziales Wohnungsunternehmen.
Wofür werden unsere Überschüsse verwendet?
Wir erwirtschaften zwar Überschüsse, diese sind jedoch nicht frei verfügbar. Sie werden benötigt, um notwendige Instandhaltungen und Modernisierungen zu finanzieren, künftige Investitionen vorzubereiten, Risiken und Kostensteigerungen auszugleichen und Mieten möglichst stabil zu halten. Unsere Überschüsse dienen damit ausschließlich der langfristigen Sicherung und Weiterentwicklung bezahlbaren Wohnraums – nicht der Gewinnmaximierung oder Ausschüttung.
Mietstabilisierung
Als sozial orientiertes Wohnungsunternehmen benötigen wir Überschüsse, um Mieten langfristig stabil halten zu können. Diese finanziellen Spielräume ermöglichen es uns, steigende Bau-, Energie- und Instandhaltungskosten abzufedern, ohne sie vollständig auf die Mieten umzulegen. Überschüsse sind damit kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung dafür, trotz sich verändernder Rahmenbedingungen bezahlbaren Wohnraum zu sichern, notwendige Investitionen zu tätigen und unzumutbare Nachteile für unsere Mieterinnen und Mieter zu vermeiden.
Reinvestition
Wir reinvestieren unserer Überschüsse in den Bestand und in neue Projekte. Statt diese vollständig auszuschütten, fließen nahezu alle erwirtschafteten Mittel in den Neubau und die Sicherung bezahlbarer Wohnungen, in energetische Modernisierung, Barrierefreiheit und nachhaltige Instandhaltung. So stellen wir sicher, dass unser wirtschaftliches Handeln direkt dem Gemeinwohl zugutekommt und langfristig sozial verträglicher Wohnraum gesichert und ausgebaut wird.
Risikopuffer
Ein Risikopuffer ist für uns unverzichtbar, um unsere Bestände nachhaltig sichern und unsere soziale Aufgabe verlässlich erfüllen zu können. Er fängt unvorhergesehene Mehrkosten bei Bau, Sanierung und Instandhaltung, Zins- und Förderänderungen, Mietausfälle sowie Leerstand ab. Gleichzeitig stärkt er Liquidität, Kreditwürdigkeit und Investitionsfähigkeit, sodass bezahlbarer, barrierefreier und sozial orientierter Wohnraum langfristig bereitgestellt werden kann.
Fragen & Antworten
Gewinn im klassischen Sinne zielt auf Ausschüttung und Rendite ab. Überschuss im sozialen Wohnungsunternehmen bleibt im Unternehmen, wird reinvestiert und dient der Sicherung und Weiterentwicklung des Wohnungsbestands. Nach dieser Devise handelt die NHW nun schon seit über 100 Jahren.
Wohnungsbestände altern: Dächer, Leitungen und die energetische Qualität müssen regelmäßig erneuert werden. Ohne ausreichende Überschüsse fehlen die Mittel für Instandhaltung und Modernisierung – die Folge sind ein verlotternder Bestand und schlechtere Wohnbedingungen für die Mieterinnen und Mieter.
Klimaschutz und Klimaangepasstheit (z. B. Dämmung, Wärmepumpen, PV-Anlagen, umfassende energetische Sanierungen) sind sehr kostenintensiv. Ohne Überschüsse sind entweder keine oder nur stark eingeschränkte Maßnahmen möglich – oder sie führen zu deutlichen Mieterhöhungen. Beides ist aus sozialer und wohnungswirtschaftlicher Sicht problematisch.
Sozialer Neubau ist häufig wirtschaftlich defizitär, weil die Baukosten hoch und die Mieten begrenzt sind. Überschüsse aus dem Bestand ermöglichen es Unternehmen wie der NHW, neue, bezahlbare Wohnungen zu errichten und den sozialen Wohnraum gezielt auszubauen.
Ohne Überschüsse steigt die Kreditabhängigkeit – inklusive Zinsrisiken und Unsicherheiten bei politischen Förderprogrammen. Überschüsse stärken das Eigenkapital, reduzieren den Fremdfinanzierungsbedarf und erhöhen die unternehmerische Souveränität. Das stabilisiert mittel- und langfristig die Mieten.
Nein. Kurzfristig mögen niedrige oder gar keine Überschüsse populär wirken. Langfristig führen sie jedoch zu Sanierungsstau, marodem Bestand oder später stark steigenden Mieten, um die versäumten Investitionen nachzuholen. Das ist sozial nicht verantwortungsvoll und widerspricht dem sozialen Auftrag eines Unternehmens wie der NHW.
Nein. Der Großteil der Überschüsse verbleibt im Kreislauf des Unternehmens und wird in Wohnungen, Quartiere, Klimaschutz und Neubau reinvestiert. Damit kommt er mittelbar den Mieterinnen und Mietern zugute.
Die Überschüsse der NHW sind kein frei verfügbares „Plus“, sondern fest eingeplant:
• für Instandhaltung und Modernisierung des Bestands,
• für energetische Sanierungen und Klimaschutz,
• für den Bau neuer, bezahlbarer Wohnungen,
• sowie zur Stabilisierung der Mieten durch Quersubventionierung.
Haben Sie noch weitere Fragen?
Für Presseanfragen, nutzen Sie bitte das u. g. Formular. Falls Sie Fragen im Bezug auf Ihre Wohnung, Schadensmeldungen oder ähnliches haben, melden Sie sich bitte ausschließlich über unseren Mieterservice.