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Leo

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Warum benötigt ein soziales Wohnungsunternehmen Jahresüberschüsse?

Die Grundlage unseres Handelns als soziales Wohnungsunternehmen ist die Satzung der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW). Als kommunal geprägtes Wohnungsunternehmen, mit der Nassauischen Heimstätte als Muttergesellschaft, sichern wir vorrangig eine bezahlbare und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite Bevölkerungsschichten. Insbesondere für Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation Schwierigkeiten haben, Wohnraum zu finden. Wichtigste Gesellschafter sind das Land Hessen (61 %) und die Stadt Frankfurt am Main (27 %).

Um diesen Auftrag auch langfristig erfüllen zu können, benötigen wir eine stabile wirtschaftliche Basis. Daher dienen unsere Überschüsse der Sicherung unserer langfristigen Handlungsfähigkeit. So können wir gegenüber Banken solide Kennzahlen vorweisen, die für eine verlässliche Kreditvergabe erforderlich sind. Auf diese Weise schaffen wir neue finanzielle Spielräume für Investitionen in zusätzlichen Wohnraum, die Modernisierung unseres Bestands und die nachhaltige Weiterentwicklung unserer Quartiere.

Übersicht zu den Investitionen Fragen und Antworten

 


Unsere Investitionen von 2018 bis 2025

Wir investieren jährlich dreistellige Millionenbeträge in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung. Hierfür hat unser Mehrheitsgesellschafter, das Land Hessen, in den Jahren 2016 und 2020 zusätzliches Eigenkapital zur Schaffung von neuem Wohnraum und zur Modernisierung des Bestands zur Verfügung gestellt. Aktuell sehen wir uns neben der gesamtwirtschaftlichen Lage auch mit einer unsicheren Förderlandschaft konfrontiert. Dennoch planen wir, wie in den Jahren zuvor, unser Investitionsvolumen zu halten. Überschüsse und eine stabile Finanzlage helfen uns dabei, langfristig kreditwürdig zu bleiben.

Unser Ziel ist es weiterhin, für das Land Hessen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen und unsere Gebäude zukunftsfähig zu machen.

Neu gebaute und modernisierte Wohneinheiten 2018 bis 2025

In den vergangenen fünf Jahren haben wir über 3.200 Wohnungen fertiggestellt. Aktuell befinden sich mehr als 1.000 weitere Wohnungen im Bau, und die Zahl der modernisierten Wohnungen ist im Zuge der Überarbeitung unserer Klimastrategie weiter gestiegen.

Äußere Einflussfaktoren können dazu führen, dass sich die Anzahl der neu gebauten und modernisierten Wohnungseinheiten pro Jahr nicht wie geplant entwickelt und Projekte sowie die damit verbundenen Investitionen verschoben werden müssen. Dadurch kann es zu zeitlichen Verschiebungen zwischen Baufortschritt, Fertigstellungen und Investitionen kommen, die sich auch auf die Ergebnisentwicklung einzelner Jahre auswirken. Unabhängig davon werden die erzielten Ergebnisse konsequent in neue Projekte reinvestiert.

Mietpreisentwicklung 2018 bis 2025

Als GmbHs sind wir verpflichtet, die solide Finanzlage des Unternehmens zu sichern. Zugleich ist es unser Auftrag, gemäß unserer Satzungen, mit Mieten keine Gewinne zu erwirtschaften, welche beispielsweise an Investoren ausgeschüttet werden. Maßvolle Mietanpassungen erfolgen daher ausschließlich, um die laufende Bewirtschaftung und die langfristige Sicherung der Wohnqualität zu gewährleisten. Dabei liegen die Mietpreise der NHW deutlich unter der durchschnittlichen Nettokaltmiete in Hessen.

*Quelle: Mikrozensus 2018 und Zensus 2022 sowie Fortschreibung der jeweiligen Werte mit der Mietentwicklung aus dem Verbraucherpreisindex, VPI (Nettokaltmietenindex Hessen).

Fragen & Antworten

Was ist der Unterschied zwischen Gewinn und Überschuss in einem sozialen Wohnungsunternehmen?

Gewinn und Jahresüberschuss bezeichnen inhaltlich dieselbe Ergebnisgröße. In einem sozialen Wohnungsunternehmen wird dieses Ergebnis jedoch vorrangig zur Bedienung bestehender Finanzierungsverpflichtungen sowie für Investitionen in den Bestand und Neubau eingesetzt.

Warum sind Überschüsse für den Erhalt des Bestands so wichtig?

Wohnungsbestände altern: Dächer, Leitungen und die energetische Qualität müssen regelmäßig erneuert werden. Ohne ausreichende Überschüsse fehlen die Mittel für Instandhaltung und Modernisierung – die Folge sind ein verlotternder Bestand und schlechtere Wohnbedingungen für die Mieterinnen und Mieter.

Wie helfen Überschüsse beim sozialen Neubau?

Sozialer Neubau ist häufig wirtschaftlich defizitär, weil die Baukosten hoch und die Mieten begrenzt sind. Überschüsse aus dem Bestand sind daher eine zentrale Voraussetzung, um neue bezahlbare Wohnungen zu errichten und den sozialen Wohnraum gezielt auszubauen.

Inwiefern machen Überschüsse unabhängiger von Banken und Politik?

Ohne Überschüsse steigt die Abhängigkeit von Fremdfinanzierung – verbunden mit Zinsrisiken und Unsicherheiten bei politischen Förderprogrammen. Überschüsse stärken das Eigenkapital, reduzieren den Bedarf an Fremdfinanzierung und erhöhen die finanzielle Handlungsfähigkeit des Unternehmens. Das stabilisiert mittel- und langfristig die Mieten.

Ist ein soziales Wohnungsunternehmen ohne Überschüsse sozialer?

Nein. Kurzfristig mögen niedrige oder gar keine Überschüsse attraktiv erscheinen. Langfristig führen sie jedoch zu einem steigenden Sanierungsbedarf, einem qualitativ schlechteren Bestand oder später deutlich steigenden Mieten, um notwendige Investitionen nachzuholen. Gleichzeitig sind ausreichende Überschüsse erforderlich, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und die zuverlässige Bedienung bestehender Finanzierungsverpflichtungen sicherzustellen. Nur so kann bezahlbarer und qualitativ guter Wohnraum langfristig gesichert werden.

Verlassen die Überschüsse das Unternehmen, zum Beispiel über Ausschüttungen?

Werden Überschüsse erwirtschaftet, werden 4 % des dividenenberechtigten Stammkapitals an die Gesellschafter ausgeschüttet. Weitere Informationen dazu findest du in unserem Unternehmensbericht unter berichte.nhw.de.

Unsere Projekte für 2026

Wir investieren gezielt in Neubauprojekte um zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dabei legen wir großen Wert auf Energieeffizienz und Wohnqualität und sichern durch laufende Instandhaltung den langfristigen Werterhalt unserer Gebäude. So entstehen echte Mehrwerte – für unsere Mieterinnen und Mieter, für die Quartiere und für eine zukunftsfähige Wohnraumversorgung.

Haben Sie noch weitere Fragen?

Für Presseanfragen, nutzen Sie bitte das u. g. Formular. Falls Sie Fragen im Bezug auf Ihre Wohnung, Schadensmeldungen oder ähnliches haben, melden Sie sich bitte ausschließlich über unseren Mieterservice.

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Ihr Ansprechpartner für Presseanfragen

Jens Duffner
Jens Duffner

Pressesprecher