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Viele Projekte – ein Ziel

In den letzten Jahren hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt ihre Neubauaktivitäten deutlich intensiviert. Wie sie landesweit bezahlbaren Wohnraum schafft, zeigen aktuelle Beispiele aus Hanau, Frankfurt, Kassel, Marburg und Offenbach.

Hanau: Das Angebot wächst

In Hessens sechstgrößter Stadt ist die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) gleich an zwei Standorten aktiv. In der Brüder-Grimm-Straße errichtet die S+S Grundbesitz GmbH 190 moderne Wohnungen, die die NHW schlüsselfertig erwirbt: den Grimmbogen. In zentraler Lage entstehen drei Mehrfamilienhäuser im KfW- 55-Standard mit 153 frei finanzierten und 37 geförderten Wohnungen sowie einem integrierten Parkdeck mit 156 Stellplätzen. Hinzu kommen 40 Parkplätze im Außenbereich. Im Februar 2021 haben NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal, S+S-Geschäftsführer Karsten Schreyer und Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky den ersten Spatenstich gesetzt.

Die Gebäude umfassen vier Vollgeschosse und bieten vor allem kleinere Einheiten, für die es eine hohe Nachfrage gibt. Die 64 Ein- und 83 Zwei-Zimmer-Wohnungen werden mit Einbauküchen ausgestattet. Zusätzlich entstehen 35 Drei- und acht Vier-Zimmer-Wohnungen. "Zentral gelegene Entwicklungsgrundstücke werden immer knapper. Umso mehr freut es mich, dass hier eine innerstädtische Potenzialfläche sinnvoll genutzt wird", so Westphal. Oberbürgermeister Kaminsky betonte: "Hanau profitiert gleich mehrfach: Es entsteht nicht nur dringend benötigter Wohnraum, mit dem Projekt verschwindet auch eine unansehnliche Brache."

Der Rohbau für das PhilippsTor steht

Nur einen Kilometer entfernt liegen die Arbeiten für das PhilippsTor der NHW voll im Zeitplan. Zwischen Hahnenstraße, Französischer Allee, Karl-Röttelberg-Straße und Gärtnerstraße errichtet Hessens größtes Wohnungsunternehmen 156 Mietwohnungen, 32 davon gefördert, und drei Gewerbeeinheiten. Damit ersetzt der Neubau 98 in die Jahre gekommene Einheiten aus den 1950er Jahren, die Wohnfläche wird mehr als verdoppelt – statt 4.670 werden es künftig 10.500 Quadratmeter sein. "Wir ersetzen alten, nicht mehr zeitgemäßen Bestand durch moderne, energieeffiziente Wohnungen. Das Projekt liegt darüber hinaus komplett in den Händen unserer eigenen Planer", erklärt die zuständige Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer.

Dem historischen Grundriss der Stadt Hanau folgend, werden die neuen Gebäude als Blockrandbebauung errichtet. In den einzelnen Häusern sind zwischen sieben und 23 Wohnungen untergebracht. Insgesamt entstehen 17 Ein-, 86 Zwei-, 45 Drei- und acht Vier-Zimmer-Wohnungen. Alle verfügen über einen Balkon, die Einheiten im Erdgeschoss über eine Terrasse mit Gartenanteil, die im oberen Geschoss über eine Dachterrasse. Hinzu kommt eine Tiefgarage mit 144 Stellplätzen, die sich unter fast allen Grundstücken hindurch erstrecken wird. Im Innenhof wird sie überdeckt, begrünt und ein Kinderspielplatz angelegt.

Frankfurt: Waldschulbogen nimmt Formen an

Auch in Frankfurt-Griesheim verschwindet eine unschöne Brache. Bis Ende 2021 entstehen zwischen Mainzer Landstraße und Waldschulstraße zwei Energieeffizienzhäuser im KfW-55-Standard. Die 63 Mietwohnungen, 53 von ihnen gefördert, verfügen über Loggien, Balkone oder Terrassen und sind für Familien, Paare und Singles konzipiert. "Mit diesem Vorhaben streben wir eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an", sagt NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. "Damit prüfen wir an einem weiteren Beispiel den Grad der Nachhaltigkeit unserer Neubauten."

Vorgesehen sind 24 Zwei-, 26 Drei- und zwölf Vier-Zimmer- Wohnungen, hinzu kommt eine Fünf-Zimmer-Wohnung. Durch eine versetzte Anordnung der Gebäude entsteht ein durchgrüntes Wohnumfeld. Eine Tiefgarage mit 31 Pkw-Stellplätzen und 112 Abstellplätze für Fahrräder sind ebenfalls geplant.

Kassel: Treffpunkt MartiniTor

Auf dem ehemaligen Brauereigelände im Westend der Stadt entsteht derzeit das Martini-Quartier. Die NHW baut mit dem MartiniTor ein Entree zu diesem neuen Viertel. An der Ecke Kölnische Straße/Uhlandstraße errichtet sie ein Gebäude mit 60 Mietwohnungen sowie drei Gewerbeeinheiten. Die 47 frei finanzierten und 13 geförderten Wohnungen sind zwischen 48 und 93 Quadratmeter groß und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Hinzu kommen eine Tiefgarage mit 44 Stellplätzen und zwei Carsharing-Plätze. Im März 2021 machten sich die beiden NHW-Geschäftsführer Monika Fontaine-Kretschmer und Dr. Constantin Westphal gemeinsam mit dem Kasseler Stadtbaurat Christof Nolda bei einem Besuch auf der Baustelle ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten.

"2020 haben wir hessenweit 673 neue Wohnungen fertiggestellt, in den nächsten vier Jahren kommen voraussichtlich weitere 3.000 dazu. Allein in Kassel haben wir 530 Wohnungen in Bau und Planung", so Fontaine-Kretschmer. "Mit aktuell rund 5.000 Bestandswohnungen ist Kassel für uns ein wichtiger Standort", ergänzte Westphal. "Wir leisten gerne unseren Beitrag, damit es in guter Lage zu einer möglichst großen Nutzungsmischung sowie einer sozialen Vielfalt kommt."

Wie in vielen anderen Städten steigt auch im prosperierenden Nordhessen die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. "Aktuell entstehen in Kassel jedes Jahr 200 bis 300 neue Wohnungen, das reicht aber nicht", erklärte Nolda. "Wir sind froh, dass die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit diesem Projekt zur Entstehung eines modellhaften neuen Viertels beiträgt."

Dr. Constantin Westphal - Geschäftsführer Nassauische Heimstätte l Wohnstadt

Mit aktuell rund 5.000 Bestandswohnungen ist Kassel für uns ein wichtiger Standort.

Marburg: Energieeffizient, kostengünstig, schnell

Schon einen Schritt weiter ist die NHW in der Kantstraße in Marburg. Dort errichtet sie 21 Wohnungen im KfW-55- Standard, zwölf davon gefördert. Insgesamt entstehen 15 Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 60 bis 68 Quadratmetern und sechs Drei-Zimmer-Wohnungen mit 75 Quadratmetern Wohnfläche. Die ersten Mieter sind bereits im Juni eingezogen.

Beim Bau kombiniert die NHW mehrere moderne Verfahren – vom Fertigbad bis zur Smart-Home-Lösung. "Mit dem Neubau wollen wir beweisen, dass innovatives Bauen energieeffizient, kostengünstig und schnell zugleich sein kann", betont Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. So kommen beim Projekt auch Betonfertigbauteile zum Einsatz. "Die Außenwände bestehen ergänzend aus großformatigen Kalksandsteinen. Zusätzlich soll ein geplantes Wandgemälde einen besonderen Akzent setzen", erklärt Hendrik Hoekstra, Leiter des zuständigen NHW-Servicecenters. Zudem werden vorproduzierte Fertigbäder eingesetzt, die nicht nur eine gleichbleibend hohe Qualität garantieren, sondern auch die Bauzeit verkürzen.

Alle Wohnungen erhalten eine Smart-Home-Lösung. Über Sensoren unterstützt diese die Mieter:innen etwa beim Energiesparen: Wird ein Fenster geöffnet, stellt sich die Heizung automatisch ab. Auf digitalen Info-Displays können sie außerdem sehen, wer an der Haustür klingelt, und erhalten Informationen der NHW – beispielsweise Wartungstermine.

Offenbach: Goethequartier übergeben

Das Goethequartier ist fertig – ein Jahr früher als geplant! In der Nähe des Kaiserlei-Kreisels in Offenbach hat die Wohnkompanie Rhein-Main für die NHW 327 Mietwohnungen, 83 davon gefördert, sowie Einzelhandels-, Büround Gewerbeflächen realisiert. Kürzlich wurde der dritte und letzte Bauabschnitt abgeschlossen, die restlichen 100 Wohnungen übergeben.

259 Einheiten umfasst die moderne Blockrandbebauung, 68 weitere gehören zu sieben Stadtvillen im Innenbereich. Die Grundrisse reichen von zwei bis fünf Zimmern und verteilen sich auf Wohnflächen zwischen 57 bis 135 Quadratmetern. "Mit dem Goethequartier können Menschen in verschiedenen Lebensphasen das für sie passende Angebot wählen", so NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal.

Die Gebäude wurden als KfW 70-Effizienzhaus errichtet, eine Tiefgarage und Fahrradstellplätze runden das Angebot ab. In den Treppenhäusern informieren Digitale Schwarze Bretter über aktuelle Nachrichten. Ob Hausordnung, Wetterbericht, RMV-Plan, Termine oder Kontaktdaten – hier finden Mieter:innen schnell wichtige Hinweise. Für die Kleinen bieten drei Spielplätze im begrünten Innenhof Raum zum Toben. In Kürze wird eine städtische Kita ihren Betrieb aufnehmen, ein großer Edeka-Markt hat bereits eröffnet. Ein Teil des Supermarktdachs dient der Kita als Freifläche.