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Mit den besten Konzepten zum Erfolg

Bei der Entwicklung von neuen Stadtteilen und Wohnquartieren sorgen ausgelobte Wettbewerbe für eine differenzierte Gestaltung mit hoher architektonischer Qualität.

Mit dem Schönhof-Viertel in Frankfurt-Bockenheim entwickeln die Projektpartner Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) und Instone Real Estate gemeinsam ein neues Stadtquartier. Rund 2.000 Wohnungen werden hier entstehen. Hinzu kommen eine Grundschule mit Sporthalle, fünf Kitas sowie Einzelhandels- und Gewerbeflächen. Angestrebt wird eine Quartierszertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Gold.

Für die Mehrfachbeauftragung um das Baufeld F wurde im letzten Jahr ein Wettbewerb ausgelobt, dessen Entscheidung im Januar gefallen ist. Das Areal, das sich in die Baufelder F1, F2 und F3 aufteilt, liegt zwischen dem nördlichen Quartierspark und der Bahntrasse. Dort sollen Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche von rund 45.000 Quadratmetern errichtet werden. Für das Baufeld F2, das sich im Besitz der NHW befindet, wird die Konzeption des Frankfurter Büros Scharnberger umgesetzt: Sie greift die Nähe zur Bahntrasse pragmatisch auf. Die neuen Wohnungen, 30 Prozent davon gefördert, sind so angeordnet, dass die Balkone den späteren Bewohnern den Blick auf den neuen Park oder in den ruhigen, begrünten Innenhof gewähren. Instone Real Estate wird auf dem Baufeld F3 ebenfalls Wohnungen errichten, hinzu kommt eine Kita. Auch hier entschied sich die Jury für den Entwurf des Büros Scharnberger.

Interner Wettbewerb entschieden

Attraktiver Wohnraum soll auch auf dem Baufeld F1 entstehen, das der NHW gehört. Für dieses hatte der Fachbereich Projektentwicklung und Akquisition einen Wettbewerb ausgelobt – diesmal hausintern. Drei Arbeitsgruppen aus dem Fachbereich Architektur Neubau waren aufgerufen – Team "Mond" machte schließlich das Rennen. Dessen Planung: Sechs Gebäude mit variierenden Geschossen bieten Platz für etwa 147 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 9.800 Quadratmetern. 60 Prozent der Einheiten sind gefördert. Ein intensiv begrünter Innenhof, Mietergärten und Urban Gardening sind ebenfalls Teile dieses Entwurfs.

Kassel: Neue Mitte für die Südstadt

Auch in der documenta-Stadt stehen große Entwicklungen bevor: Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) wird auf dem Grundstück des ehemaligen Versorgungsamts in der Frankfurter Straße etwa 350 bezahlbare Wohnungen mit einer Wohnfläche von rund 25.000 Quadratmetern errichten – inklusive Quartiersplatz, Bürgertreff und grünen Freiräumen. Neben 40 Prozent frei finanzierten und 30 Prozent geförderten Wohnungen sind 30 Prozent Eigentumswohnungen geplant. In den Erdgeschossflächen sollen zudem Gewerbeeinheiten die Quartiersversorgung sichern – darunter: Einzelhandel und Dienstleistungen mit 4.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Hinzu kommt eine Tiefgarage mit rund 330 Stellplätzen.

Von der Klinik zum Wohnquartier

Anfang des Jahres hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) die ehemalige Koch-Klinik im Kasseler Stadtteil Bettenhausen von den DRK-Kliniken Nordhessen erworben. Bis zu 150 bezahlbare Wohnungen könnten auf dem rund 10.200 Quadratmeter großen Grundstück entstehen, 30 Prozent davon gefördert. Läuft alles nach Plan, werden die Bauarbeiten im Herbst 2023 starten.

Christof Nolda - Stadtbaurat der Stadt Kassel Stadtbaurat Kassel

Der Siegerentwurf bringt neue Qualitäten in die Südstadt. Er schafft nicht nur bezahlbare Wohnungen, sondern auch Grün- und Freiräume im Quartier.

Im Vorfeld hatten die NHW und die Stadt Kassel einen Realisierungswettbewerb mit acht Teilnehmern zur "Neuen Mitte Südstadt" ausgelobt, die Entscheidung ist Ende April gefallen. Umgesetzt wird der Entwurf von Hoechstetter und Partner Architekten aus Darmstadt. "In der Frankfurter Straße verwirklichen wir unser größtes Bauprojekt in Nordhessen, das die Südstadt nachhaltig positiv verändern wird", so NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal. "Mit dem Siegerentwurf realisieren wir barrierefrei zugängliche, moderne und energieeffiziente Bau- und Wohnformen, die für eine hohe Wohnqualität mit niedrigen Nebenkosten stehen."

Die Wohnungen entstehen auf dem rund 9.800 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Versorgungsamts sowie dem etwa 5.200 Quadratmeter großen, dahinter liegenden Bestandsareal an der Rembrandtstraße.