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Leo

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Ja, gerne! Vielleicht später.
Mieterzeitung 01/2026

Wir sind für euch da!

Stolz halten sie ihre Zertifikate und ein Willkommenspräsent des Bürgermeisters in den Händen, mit Stolz und Freude füllen sie ihr Ehrenamt als Quartiers-Lotse/-Lotsin aus: 15 Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Ländern sind für ihre Nachbarn rund um das Stadtteilzentrum im Quartier Hirschsprung-Breitensee unterwegs. Sie helfen beim Ausfüllen von Formularen, sind Zuhörer:innen und Unterstützer:innen – und bringen sich mit eigenen Ideen ein. 

MEHRSPRACHIG UND ENGAGIERT – HILFE AUS DER NACHBARSCHAFT 

„In unseren Quartieren leben viele Mieter:innen, die der deutschen Sprache noch nicht mächtig oder frisch zugezogen und ohne Netzwerk sind“, erklärt Alwyn Saptel von der Sozialen Quartiersentwicklung der NHW. „Daher sponsern wir gerne die Ausbildung der Quartiers-Lotsen. Mit ihrer offenen und persönlichen Art schaffen sie ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Im Grunde ist es gelebte Nachbarschaftshilfe.“ 

TOBIAS KAHLES IDEE: EIN SPRACHTREFF 

Einer der ersten Quartiers-Lotsen ist Tobias Kahle. Über das Stadtteilzentrum hat er zu diesem Projekt gefunden. „Ich bin kein Deutschlehrer, aber Muttersprachler – und wollte mich in meinem Stadtteil engagieren“, erzählt der Lagerist aus Dreieich. 

Er und Muammer Örnek haben den Sprachtreff gegründet, der den Teilnehmenden hilft, sich auf ihre Deutschprüfung vorzubereiten. Jeden Donnerstagabend trifft sich eine Gruppe von fünf bis zehn Sprachschüler:innen und büffelt hochmotiviert gemeinsam mit den Quartiers-Lotsen für ihr Deutsch-Zertifikat, häufig zusätzlich zu einem VHS-Kurs. Sie sind meist junge Geflüchtete, Migranten – oder auch schon vor Jahrzehnten nach Deutschland gekommen und bis auf die Sprache bestens integriert. Den Sprachtreff organisiert Tobias Kahle zusammen mit den Quartiers-Lotsen Mustafa und Muammer, die beide wissen, wie die Sprachprüfung funktioniert. Auch Marion, eine engagierte Rentnerin aus dem Quartier, ist mit im Boot. „Es macht mir unglaublich viel Freude“, sagt Tobias Kahle. „Und immer wieder berühren mich die persönlichen Lebensgeschichten der Teilnehmer.“