Weniger Hitze, gleiche Wärme
Eines ist sicher: Die Gaspreise steigen. Um unsere Mieter:innen vor zu hohen Kosten zu schützen, setzen wir primär auf eine neue Wärmeversorgung – weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien. Für immer mehr NHW-Wohnungen bedeutet das Heizen mit einer Wärmepumpe. Doch diese Technik funktioniert anders als eine klassische Gasheizung.
Was bedeutet das finanziell für mich?Heizen mit Wärmepumpe wird langfristig billiger als Heizen mit fossilen Energieträgern, denn die Energie kommt zu einem Teil aus der Luft – und die ist kostenlos. Zusammen mit Solarstrom vom Dach und/oder mit Ökostrom ist das Gebäude damit wärmetechnisch CO₂-frei. Im Gegensatz zur Gasheizung müssen Sie also keine CO₂-Abgabe zahlen. Allerdings gibt es eine Übergangsphase, in der die Anlage je nach Gebäude optimal eingestellt wird. In dieser Zeit kann es anfangs zu kleineren Schwankungen kommen.
Heizen mit Wärmepumpe wird langfristig billiger als Heizen mit fossilen Energieträgern.
Im Alltag: keine schnelle Hitze, sondern dauerhafte WärmeIn der Wohnung ändert sich nichts, häufig werden die vorhandenen Heizkörper weiterverwendet und immer gibt es ein neues Thermostat. Es wird in der Wohnung angenehme 20–22 Grad warm. Doch die Betriebsbedingungen einer Wärmepumpe sind im Vergleich zu einem Gas- oder Ölkessel anders. Damit eine Wärmepumpe effizient läuft, ist es notwendig, die Vorlauftemperatur möglichst gering zu halten. Dadurch fühlen sich die Heizkörper nicht glühend heiß, sondern oft nur lauwarm an. Man verbrennt sich nicht die Finger an ihnen. Das ist ungewohnt, aber kein Mangel. Denn die Wärme wird kontinuierlich abgegeben und sorgt zuverlässig für eine angenehme Raumtemperatur – ganz ohne Gasverbrauch und CO₂-Kosten.
Wichtig für Ihr Heizverhalten:Häufiges Hoch- und Runterdrehen der Heizung bringt keinen Vorteil, denn durch die niedrigere Vorlauftemperatur benötigt ein abgekühlter Raum länger, um wieder aufzuheizen. Am besten nur während längeren Abwesenheiten, wie Urlaub, das Thermostat herunterdrehen. Ansonsten das Thermostat auf 3–4 stehen lassen, auch nachts. Nachts ist generell in den Gebäuden die Nachtabsenkung auf 18 Grad eingestellt.
Lüften: Egal ob Gasheizung oder Wärmepumpe – tägliches, mehrmaliges kurzes Stoßlüften beugt Schimmelbildung vor und sorgt für ein gutes Raumklima.
Bitte nicht: Dauerhaft gekippte Fenster bringen kaum Luftaustausch und verschwenden wertvolle Heizwärme.