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Stadtentwicklung

Studierenden-Wettbewerb zum Wilke-Areal: Tolle Ideen für neue Grundschule in Twistetal

Platz 1: (v. li.) Janka Schumann, Timon Paul Türk. Tom Stehmann und Elina Marie Klett halten ein Modell ihres Entwurfs in ihren Händen
Platz 1: (v. li.) Janka Schumann, Timon Paul Türk, Tom Stehmann und Elina Marie Klett. Foto: NHW / Andreas Fischer

Mit der Preisverleihung fand der Studierenden-Wettbewerb zur Nachnutzung des ehemaligen Wilke-Areals in Twistetal einen erfolgreichen Abschluss. Die ProjektStadt begleitet die Gemeinde seit dem Erwerb des 3,5 Hektar großen Areals im Jahr 2020. 

Twistetal / Kassel - Im Fokus stand die Entwicklung eines nachhaltigen Konzepts für eine dreizügige Grundschule mit Sporthalle im Bestand des früheren Industriekomplexes – eine Aufgabe, die 13 studentische Teams der Universität Kassel mit Kreativität und fachlicher Tiefe meisterten.

Kreativität und Nachhaltigkeit im Fokus

Im Rahmen des Wettbewerbs, ausgelobt in Kooperation mit dem Fachbereich Entwerfen und nachhaltiges Bauen der Universität Kassel (Prof. Dipl.-Ing. Frank Kasprusch), der Gemeinde Twistetal und mit Unterstützung der ProjektStadt aus Kassel, waren die Studierenden aufgefordert, den Bestand neu zu denken und ressourcenschonend weiterzuentwickeln. 

Bereits im November 2025 konnten sich 37 Studierende bei einem Ortstermin ein Bild von den räumlichen und städtebaulichen Gegebenheiten machen. Die Eindrücke aus dem „Betonklotz“, wie Bürgermeister Friedrich Vogel das Gebäude nannte, flossen direkt in die Entwürfe ein.

Ausgezeichnete Arbeiten und starke Impulse

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Claus Anderhalten zeigte sich von der Qualität der Arbeiten beeindruckt und vergab drei Preise und zwei Anerkennungen. Der 1. Preis ging an Elina Marie Klett, Janka Schumann, Tom Stehmann und Timon Paul Türk. Platz 2 erreichten Octavio Garcés Sturm, Janina Müller, Alina Rosenkranz und Julius Wadsack. Den 3. Platz holten sich Zoe Breder, Anika Kirchner, Hanna Lugg und Harpa Rúnasdóttir. Anerkennungen erhielten Natalie Filimonov und Sophie Kreuz sowie Laura Grosch und Jannah Andrea Schmalfuß.

„Die Arbeiten zeugen insgesamt von einer beeindruckenden Qualität und Kreativität“, lobte Ulrich Türk, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung Nord bei der ProjektStadt. „Der Siegerentwurf überzeugte durch die breite Bearbeitungstiefe – von der städtebaulichen Konzeption, der Grundrissgestaltung der Schulform bis hin zu Überlegungen zur Wiederverwendung von Bauteilen für die Neugestaltung im Sinne der Kreislaufwirtschaft.“

ProjektStadt seit 2020 als Partner dabei

Die ProjektStadt begleitet die Gemeinde Twistetal seit dem Erwerb des 3,5 Hektar großen Areals im Jahr 2020. Neben der Erstellung einer Machbarkeitsstudie und der Einwerbung von Fördermitteln verantwortete das Team Stadtentwicklung Nord der ProjektStadt auch das Rückbaukonzept, das den Gebäudekomplex in einen altlastenfreien Rohbauzustand versetzte. Gemeinsam mit Landkreis und Kommune werden seither innovative Lösungen für die Zukunft des Standorts entwickelt.

Mit dem Wettbewerb ist ein Meilenstein für die nachhaltige Nachnutzung des Wilke-Areals gesetzt. Die Entwürfe liefern wertvolle Impulse für die weitere Planung und zeigen, wie aus einem ehemaligen Industrieareal ein moderner Bildungsstandort werden kann.