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Mieterzeitung 03/2026

Quartier der Superlative

Man muss es selbst gesehen haben, ansonsten denkt man zu klein: Die 760.000-Einwohner-Metropole Frankfurt am Main hat einen komplett neuen Stadtteil bekommen. Nicht nur die Wohngebäude bestechen mit moderner Architektur, auch ein riesiger Park zieht sich über fast einen Kilometer durch das neue Schönhof-Viertel. Es gibt jetzt Straßen, die es vorher nicht gab, und viel Naturnahes. Ein frischer Wind weht durch dieses urbane Quartier, in dem schon jetzt ein Großteil der NHW-Wohnungen bezogen ist. Bis Ende 2027 sollen die meisten der 2.000 Wohnungen der Projektpartner fertiggestellt sein und rund 5.000 Menschen im Schönhof-Viertel leben.

AUS GEWERBE WIRD ZUKUNFT

Den Grundstein für das neue Viertel legten die Projektpartner Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, Stadt Frankfurt und Instone Real Estate gleich nach der Corona-Pandemie im April 2022. Ein leer stehendes Gewerbeareal zwischen den westlichen Stadtteilen Frankfurt-Bockenheim und Rödelheim wurde umgewidmet und komplett neu geplant: Auf 15 Baufeldern, die sich auf Schönhof-West (noch im Bau), Schönhof am Park und Schönhof-Ost verteilen, wächst seitdem ein moderner Mix aus attraktiven Miet- und Eigentumswohnungen. Bemerkenswert: Mehr als 30 Prozent der geplanten rund 1.100 NHW-Mietwohnungen sind für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen gefördert. Eine gut durchdachte Nahversorgung, eine Grundschule, fünf Kitas, alles gut angebunden – aus Ödland ist Zukunft geworden.

WILLKOMMEN IM NEUEN ZUHAUSE

Die ersten Häuser der Nassauischen Heimstätte mit 200 Mietwohnungen waren bereits im August 2024 fertig und vermietet. Seitdem wächst das Quartier Schritt für Schritt – und der Alltag zieht ein. Zwischen der Vielzahl an Mehrfamilienhäusern liegen größere Grünflächen und Spielflächen. Das Wohnprojekt zeigt, wie attraktive Wohnqualität, ein auf Bezahlbarkeit ausgerichtetes Konzept und Maßnahmen zur Reduzierung von Umweltbelastungen miteinander verbunden werden können. Helle Räume, durchdachte Grundrisse und bodentiefe Fenster schaffen eine freundliche Atmosphäre. Nahezu jede Wohnung verfügt über einen Balkon, eine Loggia oder Terrasse. Von einigen bietet sich ein schöner Blick in den großzügigen Park oder die Frankfurter Skyline.

Schon längst haben zwei Supermärkte und ein Café eröffnet, weiteres Gewerbe folgt. Wer nach mehr Auswahl sucht, erreicht die beliebte Fußgängerzone der Leipziger Straße in wenigen Minuten. NHW-Mieter:innen profitieren dabei von vergünstigten Konditionen für Carsharing, Bikesharing, E-Lastenräder und bei E-Ladesäulen.

 

FACTS & FIGURES: SCHÖNHOF-VIERTEL IN ZAHLEN2.000 Wohnungen insgesamt
1.100 davon von der NHW
5.000 Bewohner:innen
28.000 m² Parkanlage
5 Kitas
1 Grundschule


HYBRIDSCHULE: UNTEN LERNEN, OBEN WOHNEN

Nach dem Prinzip „unten lernen, oben wohnen“ ist derzeit eine zweigeschossige Ganztags-Grundschule im Bau, an der 800 Kinder schreiben und rechnen lernen werden. Sie ist eine der ersten „Hybridschulen“ in Deutschland und heißt so, weil sie Lernen, Wohnen und Nachbarschaft unter einem Dach vereint. Denn in den Obergeschossen des Gebäudes entstehen 134 Wohnungen, geeignet für Singles, Paare und Familien mit Kindern. Mensa, Bibliothek und Musikräume der Grundschule werden für die ganze Nachbarschaft im Schönhof-Viertel geöffnet sein, die Turnhalle soll auch den Vereinen zur Verfügung stehen.

STIMMUNGSVOLLER PARK: DAS GRÜNE HERZ IM SCHÖNHOF-VIERTEL

Wo 5.000 Menschen leben, braucht es einen sozialen Mittelpunkt. Einen Ort, an dem sich Wege kreuzen, man sich begegnet und gerne im Freien aufhält. All das ist der neue Schönhof-Park, dessen östlicher Teil im September mit einer großen Feier eingeweiht und offiziell an die Stadt Frankfurt als Eigentümerin übergeben wurde.

„Die Parkanlage erfüllt alle Ansprüche an Kinderfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Sie soll ein Ort der Erholung und Freizeit sowie eine Quelle der Lebensqualität sein“, sagte NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal.

Geschwungene Wege durchziehen den gesamten Park, führen vorbei an Spielplatz, Sitzbänken und fast zweihundert frisch gepflanzten und klimaresilienten Bäumen sowie einer Vielfalt von Rasen, Wiesen, Sträuchern und Stauden.

SCHWAMMSTADT IN ZEITEN DES KLIMAWANDELS

Wohnen, Natur und Klimaschutz wurden für das Schönhof-Viertel von Anfang an zusammengedacht. Begrünte Dächer und Photovoltaik gehören ebenso zum Konzept wie der innovative Umgang mit Regenwasser nach dem Prinzip der Schwammstadt.

Eine große, unterirdische Zisterne und Retentionsmulden auf den Freiflächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und lassen es kontrolliert versickern. In Hitzesommern fließt es den Pflanzen im Park zu und kühlt durch Verdunstung die Umgebung. Ein kluges Konzept, das dafür sorgt, dass eine wachsende Stadt lebenswert bleibt.