In Maintal-Bischofsheim wird weiter saniert
96 Wohnungen der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) werden seit Juli 2025 in Maintal-Bischofsheim seriell saniert. Der erste Bauabschnitt ist weitestgehend abgeschlossen, der zweite Bauabschnitt mit 120 Wohnungen startet fast nahtlos im Mai mit der Einrichtung der Baustelle. Die eigentlichen Arbeiten an den Gebäuden in der Goethe- und Schillerstraße beginnen dann im Juli. Die Mietenden wurden bereits Ende April mit einer Broschüre über die Maßnahme informiert.
Maintal-Bischofsheim – Die serielle Sanierung der insgesamt neun Wohngebäude mit jeweils 24 Einheiten sind ein gemeinsames Projekt von LEG-Tochterunternehmen RENOWATE und NHW und im Bestand des hessischen Wohnungsunternehmens ein Pilotprojekt. Bei der seriellen Sanierung werden die Fassadenelemente vorgefertigt. Das heißt, Fenster, Lüftungselemente und die Wärmedämmung sind bereits vormontiert. Die Bauzeit vor Ort wird reduziert und die Standardisierung bietet eine verlässliche Qualität. Das Projekt in Maintal-Bischofsheim geht ab Mai in die zweite Phase. Erfahrungen und Herausforderungen aus der baulichen Umsetzung sowie Rückmeldungen der Mietenden des ersten Bauabschnitts finden dabei Berücksichtigung.
Erfahrungen des ersten Bauabschnitts berücksichtigt
„In Pilotprojekten wie der seriellen Sanierung in Maintal-Bischofsheim gibt es immer eine Lernkurve und so nehmen auch wir aus dem ersten Bauabschnitt wichtige Erfahrungen und Rückmeldungen aus der Mieterschaft mit“, sagt NHW-Projektleiter Sven Schubert. So werde man beginnend ab der ersten Maiwoche möglichst alle 120 Haushalte persönlich aufsuchen, um sich ein Bild der Situation in den Wohnungen zu machen und ausführlich und vor allem zielgerichtet über die anstehenden Arbeiten zu informieren. Eine ausführliche Broschüre zur Maßnahme sei in alle Briefkästen verteilt worden, um mögliche Fragen vorab zu adressieren. Die wöchentliche Mietersprechstunde auf der Baustelle werde fortgeführt, dabei solle es feste Ansprechpartner für die Bewohnerinnen und Bewohner geben.
Es werde verschließbarer Stauraum für die persönlichen Gegenstände aus den temporär zu räumenden Keller- und Dachgeschossen zur Verfügung gestellt, auch sollen die Arbeiten in den beiden Geschossen zeitlich entzerrt werden. Kritik hatte es an Qualität und Verlässlichkeit des Innenausbaus der Fenster in den Wohnungen des ersten Bauabschnitts gegeben. Hier prüfe man Optimierungsmöglichkeiten durch Reduktion der Arbeitsschritte und mehr Nachunternehmer, um ausreichend Kapazität für die Umsetzung vorzuhalten. Die Zugänge zu den Balkonen erhielten durch bauliche Anpassungen eine Durchgangsbreite, die der aus dem Bestand bekannten Breite sehr nahekommt. „Wir sind überzeugt, dass wir damit im Interesse der Mietenden deutliche Fortschritte erzielen und die Maßnahme reibungsloser bis Juni 2027 abschließen können“, so Schubert. Für die Umwelt lohne sich das Projekt ohnehin.
CO2-Ausstoß von 20 PKW eingespart
Vervollständigt wird die energetische Hülle durch gedämmte Dachgeschoss- und Kellerdecken. Die Wärmeversorgung wurde schon vor Beginn des Projekts auf moderne Energiemodule von Daikin umgestellt, die schon einige Zeit in Betrieb sind. Damit verzichtet die NHW hier vollständig auf fossile Energieträger. Die Gebäude aus dem Jahr 1965 werden nach Abschluss der Arbeiten auf den energetischen KfW Effizienzhaus 55-Standard angehoben. In Kombination mit den bereits vorab installierten Energie-Modulen und den darin enthaltenen Luft-Wasser-Wärmepumpen verringert sich dadurch die CO2-Emission der Wohnhäuser um rund 34.000 kg pro Jahr und Gebäude. Im Vergleich entspricht dies dem jährlichen CO2-Ausstoß von ca. 20 PKW. Neben dem deutlich gestiegenen Wohnkomfort macht sich die CO2-Reduktion positiv über die in der Heizkostenabrechnung enthaltene CO2-Abgabe bemerkbar.