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Neubau Stadtentwicklung Unternehmensgruppe

Das grüne Herz des Schönhof-Viertels

(v.li.) Planungsdezernent Professor Marcus Gwechenberger, Instone Geschäftsführer Ralf Werner, Oberbürgermeister Mike Josef, NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal und Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez weihten den Park gemeinsam ein. Foto: NHW/ Stefan Krutsch

Einweihung der östlichen Parkanlage in Frankfurt-Bockenheim und Übergabe an die Stadt Frankfurt, im Beisein von Oberbürgermeister Mike Josef, Planungsdezernent Professor Marcus Gwechenberger, Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez, NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal und Instone Geschäftsführer Ralf Werner

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) baut gemeinsam mit dem deutschlandweit tätigen Wohnentwickler Instone Real Estate im Schönhof-Viertel eine neue, insgesamt rund 28.000 Quadratmeter große Parkanlage – das grüne Herzstück des Quartiers, um eine nachhaltige und vielseitig nutzbare Grünfläche zu schaffen, die sich wie ein grünes Band durch das gesamte Quartier zieht. Der östliche Parkabschnitt von circa 12.500qm wurde nun eingeweiht und an die Stadt Frankfurt übergeben. An der offiziellen Übergabe nahmen Oberbürgermeister Mike Josef, Planungsdezernent Marcus Gwechenberger sowie Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez gemeinsam mit NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal und Ralf Werner, Geschäftsführer der Instone Real Estate Development GmbH, teil.

„Die Parkanlage erfüllt alle Ansprüche an Kinderfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit dem Quartiersplatz wird der Park zu einer lebendigen Bühne und einem Treffpunkt für soziales Miteinander. Er soll ein Ort der Erholung und Freizeit sowie eine Quelle der Lebensqualität sein“, so NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal.

Oberbürgermeister Mike Josef betont die Bedeutung von Grünflächen für neue Wohnquartiere in Frankfurt: „Das Schönhof-Viertel zeigt, wie wir das Frankfurt von morgen gestalten wollen. Wir schaffen nicht nur dringend benötigten und bezahlbaren Wohnraum, sondern ein lebendiges Quartier mit guter sozialer Infrastruktur, Bildung und viel öffentlichem Grün. Es war richtig, von Anfang an einen zentralen Park und mit der Hybridschule eine innovative Verbindung von oben 

Wohnen und unten Bildung in einem Gebäude einzuplanen. Mit dem neuen Park entsiegeln wir eine große innerstädtische Fläche. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und schaffen gleichzeitig einen Begegnungsort als grüne Mitte für das gesamte Quartier. Der Park wird zu einem kostenfreien Wohnzimmer für alle. Mit dem Grünen Klassenzimmer verbinden wir darüber hinaus öffentlichen Raum, Bildung und Naturerfahrung. So entsteht mitten in unserer wachsenden Stadt ein Quartier, das bezahlbares Wohnen, Klimaschutz, Bildung und Lebensqualität miteinander verbindet.“

Für Planungsdezernent Marcus Gwechenberger steht die neue Parkanlage beispielhaft für einen umfassenden Ansatz bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere: „Ein lebenswertes Quartier entsteht nicht allein durch neue Wohnungen. Wir müssen bezahlbares Wohnen, soziale Infrastruktur, Nahversorgung, Mobilität und qualitätsvolle Grün- und Freiräume von Anfang an zusammendenken. Das Schönhof-Viertel zeigt anschaulich, wie das gelingen kann. Der neue Park schafft dabei eine besondere Aufenthaltsqualität – nicht nur für die Menschen im Quartier, sondern auch für die angrenzenden Stadtteile.“

Auf rund 12.500 Quadratmetern wurden 181 klimaresiliente Bäume wie Erlen und Schnurbäume gepflanzt und vielfältige Wiesen-, Stauden- und Rasenflächen angelegt. Eine 15 Kubikmeter große Zisterne und Regenwasserretentionsmulden speichern Niederschläge vor Ort und setzen das Schwammstadtprinzip um. Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez betonte bei der Einweihung des Parks den Stellenwert von Grün- und Wasserflächen für die Klimaanpassung: „Die Lehre dieses Sommers ist: Wenn die Klimakrise das Leben in der Stadt verändert, Hitze zur Belastung wird und gerade dicht bebaute Quartiere sich besonders stark aufheizen, dann müssen wir Klimaanpassung von Anfang an als Teil der Stadtplanung mitdenken. Bäume, Grünflächen, Schatten und ein intelligenter Umgang mit Regenwasser sind keine Extras, sondern notwendige Infrastruktur für eine lebenswerte und klimaresiliente Stadt. Der Park im Schönhof-Viertel zeigt, wie wir diese Verantwortung konkret umsetzen können.“

Ralf Werner, Geschäftsführer der Instone Real Estate Development GmbH: „Die Fertigstellung des ersten Parkabschnitts zeigt, wie aus einer gemeinsam entwickelten Vision Schritt für Schritt ein lebendiges Quartier entsteht. Der Park bildet das grüne Herz des Schönhof-Viertels und ergänzt die bereits geschaffenen Wohn-, Bildungs- und Infrastrukturangebote um einen Ort für Begegnung und Erholung. Für uns steht das Projekt exemplarisch für eine ganzheitliche und partnerschaftliche Quartiersentwicklung, bei der Lebensqualität, Gemeinschaft und ein attraktives Wohnumfeld von Anfang an mitgedacht wurden.“

Das grüne Herz des Schönhof-Viertels

Im Herzen des Viertels liegt der lebendige Quartiersplatz, der auch das Zentrum des Schönhof-Viertels bildet. Hier gibt es ein Café, zwei Supermärkte und weitere Gewerbeflächen. Außerdem entsteht dort eine innovative Hybridschule, die Wohnen und Lernen miteinander vereint. In unmittelbarer Nähe zur Hybridschule wird es ein „Grünes Klassenzimmer“ mit einer Amphitheater-Anmutung geben, das als Teil des benachbarten Schulhofs genutzt werden kann. Dieser besondere Lernort ermöglicht es Schulkindern, die Natur im urbanen Raum spielerisch zu entdecken. Zudem werden der Park und der Quartiersplatz als Erweiterung des Pausenhofs genutzt. Geschwungene Wege durchziehen den gesamten Park und sorgen für eine harmonische Verbindung der verschiedenen Bereiche. Barrierefreiheit wird dabei großgeschrieben, sodass alle Areale uneingeschränkt erreichbar sind.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für alle Generationen

  • Östlicher Parkbereich (rund 12.500qm): Dieser ist als ruhige, naturbelassene Zone gestaltet. Kleine Hügel und Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, während ein Spielbereich speziell für Kleinkinder gestaltet wurde.
  • Westlicher Parkbereich (rund 15.500qm, Fertigstellung in Teilbereichen 2027): Dieser bietet sportliche und offene Freizeitmöglichkeiten. Eine 50-Meter-Bahn, ein Multifunktionssportfeld sowie eine weitläufige Rasenfläche stehen der Schule und der Allgemeinheit zur Verfügung.

Naturnahe Gestaltung und nachhaltige Entwicklung

Die Parkanlage ist mit Rasen, Wiesen, Sträuchern und Stauden bepflanzt, um einen natürlichen und weitläufigen Charakter zu schaffen. Klimaresiliente Bäume in lockeren Gruppierungen sorgen künftig für angenehmen Schatten. Der südliche Teil des Parks ist durch eine Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern von der Straße abgegrenzt, was für zusätzlichen Schutz und Ruhe sorgt. Das Konzept ermöglicht die Ansiedlung verschiedener Tierarten, die die Biodiversität fördern. Für eine nachhaltige Bewässerung des Parks, auch an heißen Sommertagen, kann ein unterirdischer Speichertank ergänzend genutzt werden.

„Unser Entwurf betrachtet den Freiraum gesamtheitlich, als Einheit, und stellt dies durch eine durchlaufende Gestaltungssprache heraus. Dennoch wird die durch die städtebauliche zentrale `Spange´ vorliegende Dreiteilung inhaltlich aufgegriffen und Freiräume mit unterschiedlichen Charakteren und Prägungen werden herausgearbeitet. Die gegenseitige Ergänzung hinsichtlich der Nutzungsangebote und der Berücksichtigung der Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen sowie durchgehende Barrierefreiheit spielen hierbei eine übergeordnete Rolle“, so Klaus-Dieter Aichele, Landschaftsarchitekt, Mitinhaber des die Planung verantwortenden Landschaftsarchitekturbüros Bierbaum.Aichele. landschaftsarchitekten PartGmbB aus Mainz und Frankfurt.