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Stadtentwicklung PolisVision

Zukunft der Zentren

Wie werden Fußgängerzonen wieder zu Erlebnisräumen? Helfen Mixed-Use-Konzepte gegen Leerstand und Verödung? Bei der ersten Kommunal Konferenz in Hanau drehte sich zwei Tage lang alles um Innenstädte im Umbruch.

Ende März fand in Hanau die erste gemeinsame Kommunal Konferenz des German Council of Shopping Places und der Brüder-Grimm-Stadt statt. An zwei Tagen standen unter dem Titel „Transformationsraum Innenstadt – Kaufhäuser, Innenstadtimmobilien und Center im Umbruch“ Beispiele und Strategien zur immobilienwirtschaftlichen Neuausrichtung der Zentren im Fokus. Wie sich der Wandel gestalten lässt, welche Prozesse dafür nötig sind und wie Einzelhandelsperspektiven für Kommunen aussehen könnten, zeigten zahlreiche Vorträge und Diskussionen.

Vielfältig, krisensicher, lebenswert

Für die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt waren Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin und zugleich stellvertretende Vorstandssprecherin des Bundesverbandes DIE STADTENTWICKLER, und Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin Integrierte Stadtentwicklung | ProjektStadt, mit dabei. Im Rahmen der Expertenrunde „Stadtimpulse – Zukunftsdiskurs Innenstadt“ sprach Fontaine-Kretschmer unter anderem mit Dr. Kirstin Pukall, Leiterin des Referats Handel beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, und Jürgen Block, Geschäftsführer der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland, über den Umgang mit dem Strukturwandel. Ihre Forderung: Kurz- und mittelfristige Ansätze müssen sich mit langfristig und strukturell wirksamen Ansätzen der integrierten, gemeinwohlorientierten Innenstadtentwicklung ergänzen. „Wir sehen aktuell große Chancen, wichtige Nutzungen wie Bildung, Kultur und Wohnen wieder verstärkt in die Zentren zurückzuholen. So machen wir sie vielfältiger, krisensicherer und lebenswerter. Dafür benötigen wir aber eine neue Dimension der Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren.“

In ihrem Impulsvortrag zeigte Schmitz-Stadtfeld anhand konkreter Beispiele aus Hanau, Schlüchtern und Kelsterbach die Chancen von Resilienz und Transformation beim Stadtumbau auf. In allen drei Kommunen ist die ProjektStadt bereits seit vielen Jahren als Dienstleister engagiert vor Ort tätig. „Nur da, wo Innovation ist, kann man auch Neues ausprobieren“, so ihre Erfahrung. „Für einen erfolgreichen Umbau der Innenstadt braucht es Visionen, Courage und Mut zum Wandel.“ Zudem seien Wettbewerbliche Dialoge und Konzeptvergaben bewährte Instrumente, um die städtebauliche und architektonische Qualität in Kernbereichen zu steigern.

Auf der Expo Real haben wir über die Zukunft der Innenstädte gesprochen - mit Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Deutschland e.V. (HDE), Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, Stadtplanungsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Paul-Gerhard Weiß, Stadtplanungsdezernent der Stadt Offenbach, und Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der NHW. Sie plädierte dafür, dass sich jede Kommune bei der Innenstadtentwicklung auf ihre Stärken konzentriert. "Die Innenstadt ist das Herz der Kommune, das Zentrum der Stadt. Wenn es dort krankt, fällt das sofort auf. Wir müssen die Nutzungen in der Innenstadt weiterentwickeln. Dazu gehört auch das Wohnen."