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"Salon der Demokratie" in Hanau

Die Brüder-Grimm-Stadt realisiert ein Zentrum für Demokratie und Vielfalt. Einer der Beweggründe für dieses Engagement: die rassistischen Anschläge im Jahr 2020. Kooperationspartner bei diesem geförderten Vorhaben ist die ProjektStadt.

Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen Opfer eines rassistisch motivierten Anschlags. Die Taten lösten deutschlandweit, aber auch international, Bestürzung aus. Mit dem Errichten eines Zentrums für Demokratie und Vielfalt setzt Hanau nun ein Zeichen für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft. Nach einem erfolgreichen Projektantrag durch die Integrierte Stadtentwicklung der ProjektStadt erhält die Stadt hierfür eine Förderung in Höhe von 3,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Für die Vergabe sprach sich eine interdisziplinär besetzte Expertenjury aus. Die ProjektStadt, Marke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW), ist Kooperationspartner im Rahmen des Gesamtprojektes und wird dieses fachlich begleiten.

Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin Integrierte Stadtentwicklung, und der Oberbürgermeister der Stadt Hanau Claus Kaminsky sind sich einig: „Es ist ein Meilenstein für die Stadt, die damit ein kraftvolles und sichtbares Zeichen für eine offene, tolerante, vielfältige Gesellschaft setzt.“ Andreas Jäger, Leiter des Amts für Demokratie, Vielfalt und Sport, erklärt: „Es soll ein Ort für alle entstehen, an den jeder gerne kommt, an dem man etwas lernen und Neues erleben kann.“ Er betreut die Familien der Anschlagsopfer von städtischer Seite. „Die Aufnahme in das Bundesförderprogramm unterstützt die inhaltliche Arbeit unserer 2021 eingerichteten Fachstelle Vielfalt und ermöglicht die aufwendigen Umbaumaßnahmen – inklusive Barrierefreiheit und energetischer Sanierung.“

Claus Kaminsky Oberbürgermeister der Stadt Hanau

Es ist ein Meilenstein für die Stadt, die damit ein kraftvolles und sichtbares Zeichen für eine offene, tolerante, vielfältige Gesellschaft setzt.

Projekt mit Strahlkraft

Geplant sind modulare Räumlichkeiten für ein offenes Konzept mit großer Nutzungsvielfalt, denn das Zentrum soll mehrere Funktionen erfüllen: Zum einen soll der erste in Deutschland umgesetzte „Salon der Demokratie“ die essenzielle Bedeutung von Demokratie und Freiheit erlebbar machen. Zum anderen wird durch die Verknüpfung des Gebäudes mit einem möglichen Mahnmal der Attentate ein würdevoller und zentral gelegener Ort der Erinnerung geschaffen. Gestalterische Elemente mit Symbolcharakter werden dies unterstreichen. „Der Name ‚Salon der Demokratie‘ ist metaphorisch zu verstehen als gesellschaftliche Bühne für angewandte Demokratie. Hier finden sich Rückzugsorte mit didaktischen Angeboten und Räumen, deren Atmosphäre Debatten nicht nur dulden, sondern stimulieren und kultivieren. Sie stehen allen Bürgerinnen und Bürgern offen“, so Faiza Azarzar, Projektleiterin Integrierte Stadtentwicklung der ProjektStadt.

Weitere Informationen zum Zentrum für Demokratie und Vielfalt finden Sie auf zukunft-hanau.de.

Marion Schmitz-Stadtfeld

Marion Schmitz-Stadtfeld

Leiterin Integrierte Stadtentwicklung

Mara Teodoro

Mara Teodoro

Projektleiterin Integrierte Stadtentwicklung