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Stadtentwicklung PolisVision

Nah bei den Menschen bleiben

Im Frankfurter Wohnquartier Nied-Süd wird ein Grünareal zur attraktiven Parkanlage umgestaltet, ebenso der Spielplatz Wörthspitze. Die nahezu abgeschlossene Entwurfsplanung erfolgte unter intensiver Bürgerbeteiligung: Mehrere Hundert Jugendliche, Senioren, Kinder und Eltern hatten die Gelegenheit, ihre vielfältigen Vorschläge einzureichen. 

Die 2,6 Hektar große Grünfläche nördlich der B 40 ist Teil des grünen Rückgrats des Frankfurter Stadtteils Nied. Das bislang eher unentdeckte und unerschlossene Areal ist ein Kleinod, das nun zu einem Park für die Allgemeinheit umgestaltet und entwickelt werden soll. Dort wird weit mehr entstehen als nur eine Rasenfläche mit einigen Bäumen: Das Gelände soll Spielplatz, Ruhe-Oase, Treffpunkt, Sportareal und Nachbarschaftsgarten in einem werden. Zu zwei Dritteln wird das Projekt finanziert durch das Städtebauprogramm Sozialer Zusammenhalt – gemeinsam von Bund, Land und Stadt Frankfurt.

Dorthin gehen, wo die Menschen sind

Unter dem Motto „Mach‘ es zu deinem Park“ organisieren und begleiten der Fachbereich Integrierte Stadtentwicklung der ProjektStadt und der Caritasverband Frankfurt e.V. von Beginn an eine intensive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.  Nach Beauftragung des Planungsbüro RMP SL Landschaftsarchitekten aus Berlin wurden im Jahr 2025 die Beteiligungsschritte durch die ProjektStadt und das Quartiersmanagement der Caritas zusammen mit dem Stadtplanungs- und Grünflächenamt festgelegt und in die Wege geleitet. Weil die Resonanz auf das erste Beteiligungstreffen – im Februar 2025 wetterbedingt noch in einem Gemeindehaus – eher verhalten ausfiel, entschieden sich die Verantwortlichen, direkt auf die Bürgerinnen und Bürger zuzugehen. Jan Thielmann, zuständiger Projektleiter ProjektStadt: „Verschiedene Zielgruppen haben unterschiedliche Anforderungen. Es ist für uns stets wichtig, deren Blickwinkel abzufragen und zusammenzuführen. Daher sind wir bei beiden Projekten in Nied genau dort hingegangen, wo die Menschen sind.“ So konnten auf Pop-up-Ständen vor einem Supermarkt Passanten ihre Wünsche formulieren, in einer Kita wurden Kinder und Eltern befragt, ebenso Jugendliche in einem Jugendhaus und die Besucher eine AWO-Seniorentreffs. Auf diese Weise brachten im Februar, März und September 2025 rund 300 Personen ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Parkanlage ein.

Die Grundstruktur der Grünanlage Nied-Süd steht: An der Alzeyer Straße wird der in die Jahre gekommene Spielplatz von Grund auf neu gestaltet, in der Mitte der Grünfläche ein Nachbarschaftsplatz, der als Treffpunkt für alle Generationen dienen soll. Südlich des Kinderzentrums an der Dürkheimer Straße ist ein Fitness- und Sportbereich vorgesehen. Diese drei Achsen bilden das Rückgrat des neuen Parks.

Kinder sind die wahren Experten

Wer sind die wahren Fachleute für die Neugestaltung eines Spielplatzes? Natürlich die Kinder! Dieser Leitgedanke prägte das Beteiligungskonzept von ProjektStadt und Caritas auch bei der Neugestaltung des zweiten Projekts im Stadtteil Nied – des Spielplatzes an der Wörthspitze. Anfang Juni wurden Fragebogen-Aktionen in den umliegenden Kitas gestartet und von den Einrichtungsleitungen selbst durchgeführt – mit einem Leitfaden des Grünflächenamtes, ergänzt um die Ideen der ProjektStadt.  Im Juli folgte eine öffentliche Kinderbeteiligung direkt auf dem Spielplatz. Insgesamt nahmen rund 230 Kinder und Familien teil und steuerten ihre Ideen bei. Damit wurde ein wichtiges Ziel erreicht: Die späteren Nutzerinnen und Nutzer konnten in einem frühen Stadium bereits ihre Wünsche formulieren.

Finale Phase angelaufen

Anfang 2026 standen die Planungen zur Aufwertung der Parkanlage und des Spielplatzes Wörthspitze kurz vor dem Abschluss der Entwurfsplanungsphase. Viele Ideen und Wünsche der Menschen vor Ort wurden dabei berücksichtigt. Im Sommer müssen der Ortsbeirat von Nied und die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung den Plänen zustimmen, um die Finanzierung und die bauliche Umsetzung zu sichern. Voraussichtlich 2027/2028 werden dann alle in Nied erleben können, wie ihre Ideen in der Realität umgesetzt wurden. Die Projekte werden die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Bürgerinnen und Bürger und ihre Identifikation mit dem Quartier stärken und dazu beitragen, sein Image auch nach außen aufwerten.