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Stadtentwicklung als gemeinsame Aufgabe – Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach sind ein Paradebeispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit unter professioneller Begleitung. Vor 20 Jahren vergab das Trio den Auftrag für ein integriertes Stadtumbau-Management an die NHW-Stadtentwicklungsmarke ProjektStadt. Seither wurden unter dem prägnanten Motto „Drei gewinnt“ insgesamt elf Millionen Euro im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms Stadtumbau investiert.
Alle Maßnahmen in den drei Kommunen sind zwischenzeitlich abgeschlossen. Manfred Ockel, Bürgermeister von Kelsterbach, zieht ein Resümee: „Um eine Stadt zukunftsfähig zu machen, müssen wir Wirtschaft, Identität und Lebensqualität in Einklang bringen. Unsere Strategie hat genau das erreicht: Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Partnern und dem Stadtumbaumanagement konnten wir die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben und gleichzeitig den einzigartigen Charakter unserer Städte bewahren.“
Eine Ausgangslage mit Herausforderungen
Das Jubiläum gibt allen Beteiligten die Möglichkeit zurückzublicken: Die drei Städte am Main hatten vor 20 Jahren mit vielfach identischen Herausforderungen zu kämpfen.
Hier einige davon:
Der Fluss und sein Ufervorland boten ein hohes Freizeit- und Naherholungspotenzial. Aufgrund fehlender Verbindungen in die Kommunen blieb dies leider weitgehend ungenutzt.
Es bestand kein durchgehender Fahrradweg entlang des Flusses zwischen den Städten. Damit fehlte zum einen der Zugang zu den Naherholungsräumen, die für die Stadtgesellschaften sehr wichtig waren. Zudem bestanden auch größere Lücken in der Regionalparkroute, einem stark frequentierten Fernradweg.
Alle drei Städte mussten Antworten finden auf den fortschreitenden wirtschaftlichen Strukturwandel: In Rüsselsheim fuhr die GM-Tochter Opel die Automobilproduktion zurück, in Raunheim hatten die Caltex-Erdöl-Raffinerie und die Gerberei Resart-Ihm den Betrieb eingestellt, in Kelsterbach wurden die Produktionsstätten von ENKA (Industrieseide) und Ticona (Kunststoffe) geschlossen.
Totalaufnahme der Ölhafenbrücke. Foto: Schüßler-Plan/Sabine Reddig
Interkommunales Handlungskonzept als Lösung
Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung, die interkommunalen Themen „Verbindung des Mainufervorlandes“ und „Verkehr“ gemeinsam – als kommunales Team – zu bearbeiten und gleichzeitig Maßnahmen gegen den Strukturwandel anzustoßen und einzuleiten. Die Stadtverordnetenversammlungen von Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach schufen mit mehreren Beschlüssen in den Jahren 2008 und 2009 die Grundlagen für ein Interkommunales Integriertes Handlungskonzept (IHK). Leitziele des Konzeptes waren der ökologische Stadtumbau und die Verbindung der Grünräume, attraktives Wohnen sowie wirtschaftliche Diversifizierung und die Aufwertung der Stadtkerne. Raunheims Bürgermeister David Rendel: „Ein lebenswerter Ort zeichnet sich nicht nur durch seine Optik aus, sondern auch durch die Erreichbarkeit. Deshalb lag unser Fokus darauf, die Mobilität für alle zu verbessern und die Region stärker zu vernetzen.“
ProjektStadt übernimmt Stadtumbau-Managment
Der ProjektStadt | Integrierte Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsmarke der NHW, wurde der Auftrag für das Stadtumbau-Management erteilt. Das Aufgabenspektrum umfasste neben der Steuerung die Planungskoordination, das Kosten- und Finanzmanagement sowie Kommunikation und Moderation zwischen den Experten und den Stadtgesellschaften. Der Austausch unter den Planungs- und Ausführungsexperten sowie die Bürgerbeteiligung spielten bei der Projektsteuerung eine zentrale Rolle. Die ProjektStadt begleitete den Prozess mit Bürgerversammlungen, Ausstellungen, Workshops und runden Tischen. Patrick Burghardt, Oberbürgermeister von Rüsselsheim am Main, dazu: „Die Schaffung von Begegnungsorten für alle Generationen ist ein Ergebnis der aktiven Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger, deren Ideen und Engagement jeden Schritt begleitet haben. Diese Orte stiften Identität, fördern das Miteinander und verbessern dauerhaft die Lebensqualität.“
So haben sich die Städte verändert – Projektbeispiele
Wie haben sich nun die Beschlüsse der drei Kommunen am Main für ein interkommunales Entwicklungskonzept ausgewirkt? Inwieweit haben die Städte mit Unterstützung der ProjektStadt-Teams Projekte realisiert und nachhaltig ihr Gesicht verändert? Der Abschlussbericht „Drei gewinnt – Stadtumbau RRK“ beschreibt insgesamt elf Projekte. Hier einige der herausragenden Projektbeispiele:
2013 eingeweiht, verbindet die markante Ölhafenbrücke die am Main gelegenen Freizeit- und Erholungsflächen der Städte Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach. Foto: ProjektStadt
Foto: ProjektStadt
Foto: ProjektStadt
Die Ölhafenbrücke
Die Maßnahme Ölhafenbrücke wurde von den Stadtverordnetenversammlungen der drei Kommunen sowie der Interkommunalen Lenkungsrunde als wesentliches Initialprojekt beschlossen. Die Brücke verbindet seit 2013 die am Main gelegenen Freizeit- und Erholungsflächen der Städte Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach und stärkt die Freizeit- und Erholungsfunktion entlang der Regionalparkrouten am Main. Durch den Brückenschlag in Raunheim wurde die Lücke im überregionalen Radweg R3 geschlossen. Dadurch sollte nicht nur das touristische Potenzial auf dem stark frequentierten überregionalen Radweg mit seinen rund 170.000 Radfahrern pro Jahr für alle drei Städte erschlossen werden – auch die lokale Ökonomie aller drei Städte galt es zu stärken und ihr Image als attraktive Standorte zum Wohnen, Leben und Arbeiten in der Region langfristig positiv zu prägen. Das Bauwerk ermöglicht den Bewohnern und Pendlern der angrenzenden Städte erstmals das einfache und sichere Erreichen ihrer Arbeitsplätze und Freizeitziele mit dem Fahrrad oder E-Bike.
Auf Landes- und Bundesebene wurde die Ölhafenbrücke gleich mehrfach ausgezeichnet: 2013 war sie Preisträger im Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“. Im August 2013 wurde sie zum Landessieger im hessenweiten Wettbewerb „Zusammen gebaut – Leben mit Wasser“ gekürt. Außerdem erhielt das optisch ansprechende und spektakuläre Brückenbauwerk im Oktober 2014 eine Auszeichnung im Rahmen des „Preises des Deutschen Stahlbaus“ vom bauforumstahl e.V. Weitere Meriten: der „Sonderpreis 2014 Neue Wege in der Stadt“ im Rahmen des „Deutschen Städtebaupreises 2014“ sowie eine Auszeichnung beim Gestaltungspreis „Baukultur in Deutschland" der Wüstenrot-Stiftung. Im Deutschen Architektur Jahrbuch 2014/2015, herausgegeben vom Deutschen Architekturmuseum (DAM), wird die Ölhafenbrücke sogar als „eines der herausragenden Bauwerke des Jahres“ gewürdigt.
„Städte sind mehr als nur eine Ansammlung von Gebäuden – sie sind das Zuhause ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Mit dieser Vision haben wir die öffentlichen Räume in unserer Stadt nicht nur umgestaltet, sondern neu gedacht. Die erfolgreiche Schaffung von Begegnungsorten für alle Generationen ist ein direktes Ergebnis der aktiven Beteiligung unserer Bürgerinnen und Bürger, deren Ideen und Engagement jeden Schritt begleitet haben. Diese Orte stiften Identität, fördern das Miteinander und verbessern nachhaltig die Lebensqualität. Die Städtebauförderung war dabei eine unverzichtbare Stütze, die uns ermöglicht hat, diese Vision zu verwirklichen.“
Der Landungsplatz am Mainufer in Rüsselsheim war im 19. Jahrhundert Umschlagplatz für Waren und Güter. Die Neugestaltung dieses Uferabschnitts hatte das Ziel, diesen Naturraum am Wasser wieder sichtbar und erlebbar zu machen. Foto: ProjektStadt
Der Landungsplatz
Der Landungsplatz am Mainufer in Rüsselsheim entstand schon im 19. Jahrhundert und war Umschlagplatz für Waren und Güter. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts verlor er jedoch seine ursprüngliche Bedeutung. Im Jahr 1996 wurde er schließlich offiziell als Kfz-Stellplatz ausgebaut. Die Neuordnung dieses Uferabschnitts hatte zum Ziel, den Zugang der Stadt zum Wasser sichtbar und in der Folge auch erlebbar zu machen. Ganz wesentlich: Bürgerinnen und Bürgern den Naturraum des Mains näherbringen. Flaneure können mittlerweile eine ansprechende Uferpromenade nutzen – mit einem beleuchteten Rad- und Fußweg sowie Sitzbänken für die Pause oder den Plausch. Nach dem Rückschnitt der Böschungsvegetation haben Spaziergänger nun auch freie Sicht auf den Fluss. Auf dem Areal des Landungsplatzes wurden 18 Solitärbäume gepflanzt, zum Wasser des Mains führt eine zwölf Meter breite neu angelegte Ufertreppe hinab, die auch zum Sitzen und Verweilen einlädt.
Foto: ProjektStadt
Der Opelsteg
Der Opelsteg entlang des Opelhafens in Rüsselsheim ist der Lückenschluss in der Regionalparkroute Rhein-Main. Er überbrückt den Opelhafen und schafft damit einen Radweganschluss nach Osten Richtung Raunheim, Kelsterbach, Frankfurt und Aschaffenburg sowie Richtung Westen über Bischofsheim nach Mainz. Radfahrer müssen seither nicht mehr auf die Umgehungsstraße ausweichen. Dieser Lückenschluss war ein Wunsch, den Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung der Stadt Rüsselsheim am Main bereits seit Jahrzehnten geäußert hatten.
Der Steg hat beachtliche Dimensionen: Er ist 440 Meter lang, besteht aus 74 Elementen, die Stahlkonstruktion wiegt rund 300 Tonnen. 2014 wurde mit den Arbeiten begonnen. Bereits nach einem knappen Jahr Bauzeit fand die Eröffnung des Stegs im September 2015 statt. Neben Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm Stadtumbau (nur Planungskosten) wurden 70 Prozent der Baukosten beigesteuert durch das Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Kommunen.
„Ein lebenswerter Ort zeichnet sich nicht nur durch seine Optik aus, sondern auch durch die Erreichbarkeit. Deshalb lag unser Fokus darauf, die Mobilität für alle zu verbessern und die Region stärker zu vernetzen. Die Fortschritte sind spürbar: Wir haben das Radwegenetz ausgebaut, Infrastrukturen saniert und mit der Ölhafenbrücke ein einzigartiges Bindeglied zwischen den Kommunen geschaffen. Diese Projekte zeigen, was möglich ist, wenn gemeinsames Handeln im Fokus steht. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Zukunftsthemen ist ein Zeugnis unserer starken Partnerschaft und der Relevanz der Städtebauförderung.“
Sanierung Heimatmuseum
2013 wurde das Heimatmuseum Raunheim saniert und modernisiert. Die Arbeiten umfassten zentrale bauliche und funktionale Verbesserungen: Die Eichenbalkendecke wurde erneuert, historische Boden- und Treppenflächen wieder hergestellt sowie moderne Sanitärräume eingebaut. Die Kaffeestube wurde erweitert und die Ausstellungsräume neu gestaltet. Bei allen Arbeiten stand die historische Bausubstanz im Mittelpunkt. Erfreuliches Ergebnis: Das Museum wurde zu einem kulturellen Mittelpunkt der Stadt.
Erhalt des Schalle-Hauses
Der Stadtraum „Unter der Linde“ in Raunheim mit dem Schalle-Haus war eine zentrale Maßnahme im Bereich der Bahnhofstraße: Das vormals sanierungsbedürftige und ungenutzte Gebäude wurde, unterstützt durch intensive Bürgerbeteiligung, erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt. Das Projekt stärkt die Identifikation im Quartier und setzt wichtige Impulse für die gesamte Entwicklung der Bahnhofstraße – ganz im Sinne des Stadtumbau-Programms.
Innenansicht des Schallehauses vor der Sanierung. Foto: ProjektStadt
Das Schalle-Haus wurde saniert - unterstützt durch intensive Bürgerbeteiligung. Heute stärkt es die Identifikation im Quartier und setzt wichtige Impulse für seine Weiterentwicklung. Foto: ProjektStadt
Vor der Sanierung gab der historische Bau des Heimatmuseums in Raunheim einen recht traurigen Anblick ab ....
Foto: ProjektStadt
... , der sich nach der Sanierung komplett wandelte: Jetzt ist das modernisierte Museum kultureller Mittelpunkt der Stadt. Foto: ProjektStadt
Der Quartiersplatz auf dem ENKA-Areal – heute: Graf-de-Chardonnet-Platz – verknüpft das neu entstandene Wohnquartier mit den ebenfalls neu angesiedelten Einzelhandels- und Gewerbeflächen. Foto: ProjektStadt
Graf-de-Chardonnet-Platz
Das ehemalige ENKA-Werksgelände bot der Stadt Kelsterbach die Möglichkeit, sich im Zentrum städtebaulich weiterzuentwickeln. Im Zuge einer Revitalisierung wurde in Main-Nähe ein vitales Quartier mit Wohn-, Einzelhandels- und Gewerbeflächen geschaffen. In den Jahren 2012 und 2013 fand ein Landschaftsarchitekturwettbewerb statt, bis 2014 wurde die bauliche Umsetzung des Platzes verwirklicht.
Der Quartiersplatz auf dem ENKA-Areal, nun mit dem Namen Graf-de-Chardonnet-Platz, erhielt in diesem Zusammenhang eine herausragende Bedeutung: Er verknüpft das neu entstandene Wohnquartier mit den ebenfalls neu angesiedelten Einzelhandels- und Gewerbeflächen. Eingerahmt von den denkmalgeschützten Bauten der ehemaligen ENKA-Hauptverwaltung, dem Kantinengebäude und dem Sozialgebäude wurde der 4.500 Quadratmeter große Platz mit Steinen gepflastert, um bestmöglich mit diesen historischen Gebäuden zu korrespondieren, die ihn einrahmen. Neu gepflanzte Bäume wachsen heran zu Schatteninseln, lassen aber noch immer genügend Fläche für Feste und alltägliche Begegnungen.
Das angrenzende Fachmarktzentrum mit mehreren Einkaufsmöglichkeiten und das Umwelthaus mit seiner spannenden Dauerausstellung zum Thema Flughafen bieten schon heute ein lebendiges Umfeld. Für das ehemalige Kantinengebäude ist Gastronomie mit Veranstaltungsräumen gewünscht, Gäste können auch auf dem Platz bewirtet werden. Außerdem wurden dort ein Trauzimmer und kleinere öffentliche Nutzungen eingerichtet.
„Um eine Stadt zukunftsfähig zu machen, müssen wir Wirtschaft, Identität und Lebensqualität in Einklang bringen. Unsere Strategie hat genau das erreicht: Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Partnern und dem Stadtumbaumanagement konnten wir die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben und gleichzeitig den einzigartigen Charakter unserer Städte bewahren. Wir haben die industrielle Geschichte behutsam integriert und Straßen und Plätze begrünt. So entstand ein vielfältiger öffentlicher Raum, der moderne urbane Qualität mit hoher Aufenthaltsqualität verbindet.“
Mit der „Neuen Mitte Kelsterbach” wurde ein Trading-Down gestoppt. Denn: Der Straßenraum wurde aufgewertet, die Aufenthaltsqualität verbessert und der Verkehr beruhigt. Foto: ProjektStadt
Neue Mitte
Durch die Entwicklung der „Neuen Mitte Kelsterbach“ mit einem modernen Lebensmittelmarkt, Büroflächen und Wohnungen wurde ein Trading-Down-Prozess gestoppt und gleichzeitig die Nahversorgung gesichert. Parallel dazu wurde der Straßenraum aufgewertet, die Aufenthaltsqualität verbessert und der Verkehr beruhigt. Eine Begrünung trägt zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas bei und schafft ein durchgängig attraktives Straßenumfeld. Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten fördern die soziale Interaktion. Die gezielte Entschleunigung des motorisierten Individualverkehrs erhöht die Sicherheit und Lebensqualität für Anwohner und Besucher. In der Summe stärken alle Maßnahmen die Attraktivität und Funktionalität des Stadtzentrums und leisten einen wichtigen Beitrag zur städtebaulichen Weiterentwicklung Kelsterbachs.
„Diese Gesamtmaßnahme, die seit nunmehr zwei Jahrzehnten von unseren Stadtentwicklungsexperten der ProjektStadt begleitet wird, verdeutlicht eindrucksvoll, welches Potenzial in der Städtebauförderung steckt und wie sie dazu beiträgt, eine Region als attraktiven Lebens- und Erholungsraum Schritt für Schritt zukunftsfähig zu positionieren.“
Phase 2 im Smart-City-Projekt: Digitaler Zwilling
Digitalisierung und interkommunale Zusammenarbeit sind Schlüsselfaktoren für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Kelsterbach, Raunheim und Rüsselsheim bündeln ihre Kräfte seit 2025 daher auch in diesem Bereich und bauen dabei auf die in Kelsterbach bereits vorhandene Expertise auf: Dort verfügt man schon seit Längerem über zentrale Smart-City-Bausteine wie das „KelsterLab“, die Datenplattform „KelsterBoard“, ein Sensorik-Netzwerk und das 3D-Stadtmodell „Your Voice“, entwickelt vom Fachbereich Integrierte Stadtentwicklung der ProjektStadt. Diese Strukturen werden nun auf die Partnerkommunen ausgeweitet. Das Projekt „Digital Engagement & Smart Connect“ (DESC) soll Verkehrsflüsse steuern und die Parkplatzsuche intelligenter lenken. Gefördert wird es vom Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation mit 782.100 Euro im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“ (SHH).
Das Projekt von Kelsterbach, Raunheim und Rüsselsheim ist der Vorreiter für anwenderorientierte UDZ in Hessen – und auch in Deutschland. Im Rahmen eines ERFA-Austauschs der geförderten hessischen Smart Region-Kommunen wurde es im Dezember 2025 als Modell im Segment Digitale Zwillinge präsentiert.
Positives Fazit des kommunalen Trios
Fest steht: Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wurden zahlreiche zentrale Ziele städtebaulicher Entwicklung erfolgreich umgesetzt. Im Detail:
Das überregionale Wegenetz wurde verbessert – insbesondere durch den neu geschaffenen durchgehenden Radweg entlang des Mains.
Öffentliche Räume wurden neu gestaltet und aufgewertet, einhergehend Aufenthaltsqualität und Erholungsfunktion deutlich gesteigert.
Historische Gebäude wurden saniert und in der Folge besser integriert, was die lokale Identität und das Bewusstsein für das kulturelle Erbe auch bei Jüngeren stärkt.
Zwischen Stadt und Fluss wurden attraktive Übergänge geschaffen – insbesondere durch ansprechende gestalterische Maßnahmen an Schlüsselorten.
Alle Projekte haben nicht nur Mobilität und Erreichbarkeit verbessert, sondern auch das Bewusstsein für die Qualitäten der Flächen entlang des Mainufers und der angrenzenden Stadtbereiche geschärft. Die positive Resonanz und hohe Akzeptanz seitens der Bürgerinnen und Bürger bestätigt den Nutzen der vielfältigen Maßnahmen in den beiden letzten Jahrzehnten.