TwinCloud gewinnt hubitation finals mit digitalem Entscheidungswerkzeug für die Dekarbonisierung
Startup aus Berlin überzeugt Jury mit der Challenge „How to act next? – Entscheidungswerkzeuge für eine zukunftsorientierte Energieversorgung" / NHW kürt zum fünften Mal den Sieger ihres Innovation Contests auf der EXPO REAL in München
München – Zum fünften Mal hat die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) den Höhepunkt ihrer WoWi Challenges live an ihrem Messestand auf der EXPO REAL in München ausgetragen: die hubitation finals. Als strahlende Sieger setzten sich TwinCloud mit ihrem Partner NHW durch. Das Tandem aus Berlin überzeugte die Jury mit seiner Challenge „How to act next? – Entscheidungswerkzeuge für eine zukunftsorientierte Energieversorgung". Gemeinsam wollen sie in ihrem Pilotprojekt belastbare Maßnahmenfahrpläne erstellen und zukunftsweisende, nachhaltige Energielösungen voranbringen. Leonhard Thyssen, Gründer und CEO von Twin Cloud, nahm die Glückwünsche und den Gewinn aus den Händen von Wiebke Cartelli vom Tandempartner NHW entgegen. Das Gewinner-Startup durfte sich gleich zweimal freuen: Über die Teilnahme am Panel „Inside Innovation“ auf der Transform & Beyond-Bühne direkt am Folgetag auf der EXPO sowie ein „Rundum-Sorglos-Paket“, gestiftet von der Messe München, für die EXPO REAL 2027.
Jury würdigt Technologie, Übertragbarkeit und Integrationsfähigkeit
Die Jury überzeugte, dass TwinCloud neueste Technologie mit einem konkreten, für Wohnungsunternehmen relevanten Anwendungsfall verbindet. Gebäudedaten sowie weitere öffentliche und unternehmenseigene Daten können gebündelt ausgewertet werden, um Dekarbonisierungspfade, konkrete Ziele und geeignete Maßnahmen für Wohnungsbestände und Quartiere abzuleiten. Dadurch lassen sich Datensilos reduzieren und Entscheidungsgrundlagen für die zukünftige Energieversorgung verbessern. Ausschlaggebend war zudem die Übertragbarkeit des Ansatzes auf die Herausforderungen vieler Wohnungsunternehmen. Die Lösung ist darauf ausgelegt, sich in bestehende Systeme und Prozesse integrieren zu lassen. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, weitere Themen und Maßnahmenfelder der Dekarbonisierung einzubeziehen. Die einfache Handhabung erleichtert den praktischen Einsatz und schafft damit gute Voraussetzungen, aus Daten belastbare Maßnahmenfahrpläne für eine zukunftsorientierte Energieversorgung zu entwickeln.
Dr. Thomas Hain, Leitender NHW-Geschäftsführer, zeigte sich von der Qualität der Pitches insgesamt beeindruckt: „Für die NHW sind die hubitation finals ein wichtiges Format, weil sie Innovation mit konkreten Aufgaben aus unserem Kerngeschäft verbinden. Die Zusammenarbeit mit Startups und Partnern aus der Wohnungswirtschaft eröffnet neue Perspektiven, stärkt unsere Zukunftsfähigkeit und hilft uns dabei, Lösungen für die Weiterentwicklung unserer Bestände und Prozesse frühzeitig zu prüfen und in die Wege zu leiten.“
„Der besondere Wert der hubitation finals liegt im direkten Praxisbezug“, ergänzt Sebastian Jung, Fachbereichsleiter digitale Transformation und Innovation bei der NHW. „Gemeinsam mit den Tandem-Partnern können wir Lösungsansätze an konkreten Aufgaben erproben und prüfen, wie sie sich in bestehende Abläufe und Bestände übertragen lassen. Dadurch entstehen Impulse, die über den Wettbewerb hinaus für unsere tägliche Arbeit relevant sein können.“
Innovative Lösungen für aktuelles Herausforderungen
Die hubitation finals bilden den Höhepunkt des hubitation Innovation Contests. Im Mittelpunkt stehen Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Während einer gemeinsamen Innovation Week entwickeln die Tandem-Partner Pilotprojekte für konkrete Aufgaben aus der Praxis. Die Ergebnisse werden anschließend im Rahmen der EXPO REAL vorgestellt. Unter der Moderation von Frieda Gresch (Head of hubitation) und Nikolas Mück (Innovation & Project Manager hubitation) präsentierten die fünf Finalisten-Tandems ihre Projekte in fünfminütigen Pitches. Anschließend stellten sie sich den Fragen der Jurymitglieder Prof. Dr. Verena Rock, Head of IIWM (Institut für Immobilienwirtschaft und -management an der TH Aschaffenburg), Wolfgang Möckl, Architekt und Projektleiter bei der Messe München sowie Gunnar Poschmann, Leiter Kommunikation und strategische Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der jenawohnen GmbH.
Die Finalisten & ihre Associates: die Challenges 2026
Hofheimer Wohnungsbau & Buildplace
Die Hofheimer Wohnungsbau (HWB) arbeitet mit dem Startup Buildplace an einer Lösung für räumliche Analysen. Buildplace ist die erste browserbasierte Plattform, die Geodaten, Bestandsdaten und Planungswerkzeuge in einem Digitalen Zwilling vereint – quasi eine intelligente Stadtkarte. Dadurch werden Planungs- und Entwicklungsprozesse für die Unternehmen und Kommunen massiv beschleunigt.
NHW & TwinCloud
Die NHW und das Berliner Startup TwinCloud befassen sich mit der Energieversorgung auf Quartiersebene. TwinCloud entwickelt ein Entscheidungswerkzeug für die Dekarbonisierung von Wohnungsbeständen. Dafür werden öffentliche und unternehmenseigene Daten herangezogen. Ziel des gemeinsamen Ansatzes ist es, belastbare Maßnahmenfahrpläne für die zukünftige Energieversorgung von Quartieren zu erstellen und nachhaltige Energie-Lösungen zu unterstützen.
IW.2050 & TRIQBRIQ
Die Initiative Wohnen.2050 e.V. (IW.2050) arbeitet gemeinsam mit dem Startup TRIQBRIQ und dem Praxispartner Stadtsiedlung Heilbronn an Ansätzen für mehr Zirkularität in der Wohnungswirtschaft. Im Mittelpunkt stehen die Wiederverwendbarkeit, Rückbaubarkeit und möglichst lange Nutzung von Bauprodukten und Bauteilen. TRIQBRIQ entwickelt mikro-modulare und vollständig rückbaubare Massivholz-Bausysteme. Gemeinsam untersuchen die Partner, wie solche Systeme in der Praxis eingesetzt und in zirkuläre Bau- und Bewirtschaftungsprozesse integriert werden können.
Volkswohnung & One Click LCA
Die Volkswohnung Karlsruhe und One Click LCA aus Finnland arbeiten an der Erfassung und Bewertung von Scope-3-Emissionen. Diese indirekten Emissionen bilden einen relevanten Bestandteil der Klimabilanz von Unternehmen und sind in der Praxis häufig schwer zu quantifizieren. One Click LCA stellt dafür eine Lösung zur Strukturierung und vergleichbaren Auswertung von Emissionsdaten bereit. Im gemeinsamen Projekt geht es um die Messbarkeit von Scope 3 und die Ableitung von Ansatzpunkten für eine Reduzierung.
Aachener SWG & Pocket House
Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (Aachener SWG) entwickelt gemeinsam mit Pocket House einen Ansatz zur Stärkung sozialer Dynamiken und der Vernetzung im Quartier. Pocket House verbindet Menschen, Räume und Services über eine Plattform. Diese soll als digitale Schnittstelle für Gebäude und Quartiere dienen und die Interaktion in den Quartieren der Aachener SWG unterstützen.