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Leo

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Mieterzeitung 01/2026

Miese Maschen

Lügen und Druck aufbauen ist die Masche, mit der Kriminelle ihre Opfer am Telefon, an der Haustür oder online überrumpeln. Berüchtigt sind Schockanrufe durch falsche Polizisten oder Ärzte nach dem Motto: Zahlen Sie x tausend Euro, sonst bleibt Ihr Sohn/Enkel nach dem Verkehrsunfall in Haft beziehungsweise kann nicht operiert werden. 

FAKE-ANRUFE VOM VERMIETER? 

„Faule Post“ gibt es sogar von gefälschten Finanzämtern, Stromanbietern, von Banken, Paypal oder Amazon und schockierende Fake-Anrufe von Wohnungsunternehmen. Miese Maschen Miete, Strom, Glasfaser, Enkeltrick: Vorsicht bei betrügerischen Anrufen und Haustürgeschäften L „Sie haben Ihre Miete nicht gezahlt und müssen eine Überweisung auf ein Sonderkonto tätigen“, wurden etwa einige Wohnstadt-Mieter in Fulda am Telefon überrumpelt. Die Aufregung war groß. Doch zum Glück legten sie auf und kontaktierten ihr Servicecenter. „Natürlich war die Miete gezahlt, das war ganz klar ein Fake-Anruf“, beruhigte sie unsere Mitarbeiterin Leyla Wagner. „Bei einem Mietrückstand erhält der Mieter immer zuerst einen Brief von uns und weiß also schon Bescheid. Außerdem hat jeder Mieter seine eigene Bankverbindung zur NHW. Nur darauf überweist er seine Miete.“ 

DAS GLASFASER-MÄRCHEN AN DER HAUSTÜR 

Einige hundert Euro Provision je Vertrag kassieren unseriöse Vertriebler, denen ein Glasfaser-Abschluss an der Haustür gelingt. Da verwundert es nicht, wenn die charmanten, freundlichen Vertreter es mit der Wahrheit oder einer objektiven Beratung nicht so genau nehmen. Es wird mit Sorgen und Nöten gespielt, Probleme werden erfunden: „Wir haben einen Fehler ausgelesen in Ihrer Internetleitung“, „Ihr Telefon- und Internetanschluss soll abgestellt werden und wenn Sie nicht umstellen auf Glasfaser, werden Sie zukünftig gar kein Internet mehr haben“ sind gängige Verkaufstricks, um mit den Opfern ins Gespräch zu kommen. Oder es wird Zeitdruck aufgebaut, denn das „besondere Schnäppchen“ ist limitiert. 

KEIN GRUND ZUR PANIK 

Auch in den Liegenschaften der NHW sind Drückerkolonnen unterwegs und es tauchen vereinzelt Flyer oder Anschreiben mit Falschaussagen von verschiedenen Glasfaser-Anbietern auf. Die Drücker stellen sich als Ausbaupartner der NHW dar. „Das ist glatt gelogen“, weiß Matthias Otto, Fachbereichsleiter Multimedia bei unserem Tochterunternehmen MET. „Unser Kooperationspartner für den hessenweiten Glasfaserausbau der NHW ist Vodafone. An einzelnen Standorten kooperieren wir auch mit Dritten. Im Regelfall informieren wir die Mieter über die jeweilige Kooperation. Bereits jetzt nutzen unsere Mieter aktuell zu 90 Prozent schnelles Internet über den Multimediaanschluss (Kabel) – ohne Glasfaser.“ Es bestehe kein Grund zur Hektik oder Panik, so Otto weiter: „Der Glasfaserausbau in den NHW-Quartieren läuft bereits und wird bis voraussichtlich 2035 abgeschlossen sein. Lassen Sie sich also nicht irritieren. Ihr bisheriger Internetanschluss und Ihr Fernseher laufen ganz normal über Ihre aktuellen Verträge weiter. Niemand schaltet in unseren Liegenschaften unkontrolliert die Netze ab, insbesondere nicht die Breitbandanschlüsse.“ Wahr ist, dass die Tage von DSL gezählt sind. Das hängt mit dem Telekommunikationsgesetz zusammen, das unter anderem den Netzausbau als überragend öffentliches Interesse einstuft und damit die digitale Infrastruktur stärkt. Unser Ausbauziel 2035 schafft somit zusätzliche Kapazitäten mit neuester Technik. 

In den Ausbauprojekten der NHW wird in jede Wohnung ein neuer Anschluss gelegt, der als sogenannter Open Access verschiedene Anbieter zulässt. Somit gewährleisten wir einen marktgerechten Wettbewerb. Bei Vodafone profitieren unsere Mieter zudem von Vorzugskonditionen (Infos unter 0800 505 44 11 oder www.vodafone.de/immobilienwirtschaft/bewohnerplus/). 

Bei fragwürdigen Vermarktungsaktivitäten in unseren Liegenschaften können Sie gerne Rücksprache mit unserem Kunden-Service (0800/333 111 0 bzw. E-Mail an mieterservicenoSpam@naheimst.de) halten.

 

WIE KANN ICH MICH SCHÜTZEN? 
Nichts an der Haustür unterschreiben! Wenn Sie doch unterschrieben haben, nutzen Sie Ihr 14-tägiges Widerrufsrecht. Einen Grund muss man darin nicht benennen.
Unser Tipp: Bei Schockanrufen einfach auflegen. Dubiose E-Mails nicht beantworten, keine Links anklicken oder Formulare ausfüllen und den Absender blockieren. 
Im Interview: Matthias Otto, Fachbereichsleiter Multimedia.