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Einkaufen, putzen, Wäsche waschen: Zehn Jahre Unterstützung im Alltag

WST seit Jahren treu: Zwei NHW-Mieterinnen bekamen einen Blumenstrauß über-reicht und betonten, dass sie ohne die Unterstützung des WST-Teams nicht mehr eigenständig in ihrer Wohnung leben könnten.
WST seit Jahren treu: Zwei NHW-Mieterinnen bekamen einen Blumenstrauß über-reicht und betonten, dass sie ohne die Unterstützung des WST-Teams nicht mehr eigenständig in ihrer Wohnung leben könnten. Foto: NHW / Andreas Fischer

Wohn-Service-Team der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt feiert runden Geburtstag / Kooperation zugunsten hilfsbedürftiger Menschen in Kassel als wichtiger Baustein der sozialen Infrastruktur / Mehr als 2.500 Einsätze allein im Jahr 2025

Kassel – Das Wohn-Service-Team (WST) Kassel hat seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im großen Sitzungssaal in der Wolfsschlucht 18 blickten rund 50 Gäste – darunter Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW), der Stadt Kassel, von Sozialträgern und dem Diakonischen Werk Region Kassel – sowie zahlreiche weitere Kooperationspartner, WST-Mitarbeitende und Kunden auf eine Dekade erfolgreicher Zusammenarbeit zugunsten älterer und hilfebedürftiger Menschen in Kassel zurück.

WST ist eine Marke der NHW. Angesiedelt ist sie beim Träger Dienste im Quartier GmbH (DiQ), der die Dienstleistungen im Auftrag der NHW erbringt. Seit 2016 ist das WST auch in Kassel aktiv und unterstützt Mieterinnen und Mieter mit einfachen, alltagsnahen Hilfen – vor allem ältere Menschen. Dazu gehören Begleitungen zu Terminen, die Reinigung der Wohnung, das Wäschewaschen, Unterstützung bei Einkäufen, das Putzen der Fenster, die Betreuung von Pflanzen oder Kleintieren, aber auch kleinere praktische Handgriffe in der Wohnung. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten kommt die Unterstützung direkt im Quartier an.

Mit niedrigschwelligen Hilfen Nachbarschaften stabilisieren

Dr. Norbert Wett, Sozialdezernent der Stadt Kassel, würdigte die Bedeutung des Projekts: „Wie können Menschen im Alter möglichst lange gut, sicher und selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben? Genau hier setzt das Wohn-Service-Team an: mit konkreter Unterstützung im Alltag, die Selbstständigkeit, Sicherheit und Lebensqualität stärkt. Dieses Engagement zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Hilfen im Quartier sind – denn gutes Altern gelingt am besten dort, wo Menschen zuhause sind.“

Auch NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal betonte die nachhaltige Wirkung: „Zehn Jahre WST in Kassel zeigen, wie wohnungswirtschaftliche Verantwortung und soziale Wirkung zusammengehören. Unser Ziel ist es, Mieterinnen und Mieter im Alltag spürbar zu entlasten und Nachbarschaften zu stabilisieren – in enger Kooperation mit der Stadt und unseren Partnern.“ Westphal hob hervor, dass das WST ein Alleinstellungsmerkmal der NHW ist, „das für die räumliche Daseinsvorsorge sowie das Älterwerden im Quartier unheimlich wichtig ist und in der Zukunft noch mehr Raum einnehmen wird. Mein Dank gilt dem Team vor Ort und allen, die diesen Weg mitgehen.“

Von der NHW nahmen zudem Sascha Holstein (Leiter Regionalcenter Kassel), Angela Reisert-Bersch (Leiterin Fachbereich Soziale Quartiersentwicklung und Marketing) sowie das SQE‑Team Nord an der Feier teil.

Jürgen Schomburg, Geschäftsführer des Trägers DIQ, sprach über die Anfänge des WST vor 20 Jahren als gemeinsames Projekt der NHW und der Gemeinnützigen Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft sowie die Entwicklung hin zu DIQ und die Ausweitung nach Kassel. Er hatte zwei Mieterinnen aus Fuldatal und Kassel (Wolfsanger-Hasenhecke) mitgebracht. Beide bekamen einen Blumenstrauß überreicht und betonten, dass sie ohne die Unterstützung des WST-Teams nicht mehr in der Lage wären, eigenständig in ihren eigenen vier Wänden zu leben. „Die Mitarbeitenden des WST sind aber mehr als reine Dienstleister“ betonte Schomburg. „Sie sind Alltagshelfer, Zuhörer und wichtige Bezugspersonen in einem. Der regelmäßige Kontakt hilft, Einsamkeit vorzubeugen und soziale Bindungen aufrechtzuerhalten.“

Die Nachfrage steigt – vor allem bei Alleinlebenden

Heute umfasst das Einzugsgebiet des 14-köpfigen Teams rund 6.600 Wohneinheiten in Kassel und im Umland. Von anfänglich 125 Kundinnen und Kunden im Jahr 2016 ist die Zahl der Aufträge und die Nachfrage kontinuierlich gewachsen. Inzwischen profitieren jährlich über 170 Wohnstadt-Kunden von den Angeboten, davon sind 65 Stammkunden – allein im Jahr 2025 verzeichnete das WST Kassel mehr als 2500 Einsätze. Insgesamt werden pro Monat etwa 220 Einsätze mit rund 300 Einsatzstunden geleistet. Besonders hoch ist die Nachfrage in den Quartieren Fasanenhof, Wolfsanger und Waldau, zunehmend auch bei alleinlebenden Seniorinnen und Senioren. Der Altersdurchschnitt der Kundschaft liegt bei etwa 78 Jahren; die ältesten sind 97 Jahre alt. Viele kleine Hilfen für ältere oder bewegungseingeschränkte Mieterinnen und Mieter sind komplett kostenfrei, etwa Unterstützung rund um Umzug und Sperrmüll oder Begleitdienste. Für sonstige haushaltsnahe Dienstleistungen zahlen sie einen Eigenanteil von 6 Euro je angefangene halbe Stunde. Die tatsächlichen Kosten liegen etwa doppelt so hoch. Wer einen Pflegegrad hat, kann viele Leistungen unkompliziert über den gesetzlichen Entlastungsbetrag nutzen, ohne in Vorleistung gehen zu müssen.

Pflege, Beratungsstellen und Quartiersprojekte werden entlastet

Für Stadt und Sozialträger ist das WST ein wichtiger Baustein der sozialen Infrastruktur. Durch die niedrigschwelligen, verlässlichen Angebote direkt in den Wohnquartieren werden Pflege, Beratungsstellen und Quartiersprojekte spürbar entlastet. Zugleich steht mit der NHW ein wohnungswirtschaftlicher Partner mit einem etablierten und praxisbewährten Angebot zur Stabilisierung der Quartiere zur Seite.