Historische Zentren stärken
Die nordhessischen Städte Hofgeismar und Bad Wildungen haben sich erfolgreich um Landesmittel aus dem Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ 2025 beworben. Damit erhalten beide Gemeinden zusätzliche Mittel für die Revitalisierung ihrer historischen Zentren, die mit Leerständen zu kämpfen haben.
Hofgeismar neu erleben
Nach einer erfolgreichen Bewerbung 2021 wurde Hofgeismar erneut in das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ 2025 aufgenommen. Damit kann die Stadt Gewerbetreibende weiterhin im Rahmen eines Anreizprogramms unterstützen und Existenzgründern unter die Arme greifen. Darüber hinaus ermöglichen diese Gelder die Einrichtung eines Innenstadtladens, der als Co-Working-Space, Workshop und Veranstaltungsraum dienen soll. Ein weiteres Projekt trägt den programmatischen Titel „Stadträume neu erleben“. Angepackt wird das Umgestalten öffentlicher Räume, wobei unterschiedliche Akteursgruppen einbezogen werden. Hierbei gewünscht: eine Kultur des Ausprobierens. Durch das temporäre Bespielen des Altstädter Kirchplatzes und des Stadteingangs am Würfelturm sollen bis Ende 2028 Nutzungsmöglichkeiten im Reallabor getestet werden.
Drei Zukunftsprojekte in Bad Wildungen
Die Kommune wird das seit vielen Jahren leerstehende Fachwerkhaus Kornstraße 4 zum Stadtarchiv mit Bücherei umbauen. Zudem soll das öffentlich zugängliche Erdgeschoss mit Möbeln, Veranstaltungsequipment und Einbauten so ausgestattet werden, dass hier eine hohe Verweilqualität entsteht. Sie soll historisch Interessierte inspirieren, in den einladenden Räumlichkeiten zu recherchieren. Weiterhin werden im ehemaligen Ratskeller die Gewölberäume zu einem multifunktional nutzbaren Ort zum Treffen, Beraten und Klönen umgestaltet. Neben städtischen Veranstaltungen können hier auch Vereinstreffen, kleine Feiern, Candlelight-Dinner und Weinproben stattfinden.
Im zweiten Projekt stellt Bad Wildungen Räume für Pop-up-Stores zur Verfügung. Einhergehend bietet die Kommune finanzielle Hilfe für Ladenmiete sowie Laden- und Betriebsausstattung.
Projekt 3 hat den Kaiserlindenplatz und den Stadtmauergarten im Visier: Der Kaiserlindenplatz ist die oberste Geschossdecke des gleichnamigen Parkhauses aus den 80er Jahren. Die Fläche soll als Spiel- und Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten, Verschattungselementen und Begrünung ausgestattet und zu einem Mehrgenerationenplatz entwickelt werden. Der Stadtmauergarten ist die einzige öffentliche Grünfläche in der südlichen Altstadt. Im Rahmen von „Zukunft Innenstadt“ soll hier eine öffentliche Freifläche mit möglichst wenig Versiegelung, viel Grün, Bänken, Hochbeeten und Spielangeboten entstehen.