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Die Stadtentwickler der NHW-Marke ProjektStadt sind seit über vier Jahrzehnten in rund 130 Kommunen in Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg aktiv.
Ihre Aufgaben sind breit gefächert. Sie reichen vom Management von Förderprogrammen über die Flächen- und Baulandmobilisierung, kommunale Energie- und Klimaschutzprogramme sowie Stadtteil- und Quartiersmanagement bis hin zu innovativen Dialogformaten in der Bürgerbeteiligung. Die Herausforderungen sind vielfältig – unsere Lösungen in aktuell über 220 Projekten sind es auch.
Podiumsdiskussion am Freitag,19. Juni, mit (v.li.) Stefan Muth (Leitung Ressourcen und Diözesanbaumeister, Bistum Limburg), Jörg Beste (Evangelischer Theologe, Stadtplaner und Architekt), Marion Schmitz-Stadtfeld (Leitung Integrierte Stadtentwicklung I ProjektStadt) sowie Moderator Andrej Müller vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Foto: ProjektStadt
Die Integrierte Stadtentwicklung I ProjektStadt hat am Wochenende, 19. und 20. Juni, die Veranstaltungsreihe „Raum für neue Wege I Kirche weiterdenken“ in der Herz Jesu Kirche in Kelsterbach gestartet.
Kelsterbach – Wie wäre es, wenn Kirchen plötzlich verschwinden? Wie stark sind die Gebäude ins Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden integriert? Welche soziale Dimension geht verloren? Und warum sind Kirchen eigentlich so besondere Gebäude? Fragen, denen sich am 19. Juni das Fachpublikum und am 20. Juni Bürgerinnen und Bürger in der Herz Jesu Kirche in Kelsterbach gestellt haben. Im Rahmen des World Design Capital und des Förderprogrammes Zukunft Innenstadt gab es ein vielschichtiges Programm zur Debatte der Zukunft von entweihten Kirchengebäuden in Hessen.
Mit dabei war auch Andrej Müller vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Sein Fazit: „Nachdem der Hessische Landtag am 12. Juni 2026 den gemeinsamen Entschließungsantrag von CDU und SPD zum Erhalt und der nachhaltigen Nutzung von Kirchen- und Sakralgebäuden angenommen hat, kann nun auch in Hessen die Debatte richtig aufgenommen werden. Die Veranstaltungsreihe in der Herz Jesu Kirche bildet hierzu einen tollen Auftakt.“
Marion Schmitz- Stadtfeld, Leiterin der Integrierten Stadtentwicklung der ProjektStadt, sieht das Thema in der Städtebauförderung sehr gut aufgehoben und betont: „Die Instrumente der Städtebauförderung sind weit mehr als bloße Finanzhilfen – sie stiften die notwendigen Kommunikationsstrukturen und Netzwerke, um die gesamtgesellschaftliche Aufgabe umfassend anzugehen, Kirche weiterzudenken und neue, zukunftsfähige Orte für die Gemeinschaft zu entwickeln.“
Lange Tafel am Freitag, Workshop am Samstag
Am Freitag bildete die „Lange Tafel der Baukultur“ mit spannenden Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen den Auftakt für die Veranstaltungsreihe. Am Samstag folgte ein großer Workshop, in dem jeder die Möglichkeit hatte, sich dem Thema kreativ zu nähern und viel Raum für den gemeinsamen Austausch bestand.
Die Teilnehmenden aus Kelsterbach und den umliegenden Gemeinden näherten sich emotional dem Kirchenraum und entwickelten gemeinsam Grundrisse und potentielle Nutzungsszenarien. Der Workshop wurde mit einem offenen Dialog zu Chancen und Möglichkeiten der Nachnutzung von Sakralbauten eingeleitet. Da Kirchen in den meisten Fällen denkmalgeschützt sind, war die Landesdenkmalpflege als zentraler Partner an beiden Veranstaltungstagen aktiv vertreten. Dr. Verena Jakobi, Leiterin der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege beim Landesamt, betonte, wie wichtig eine frühzeitige Einbindung der Beteiligten – also Kirche, Kommune und Denkmalpflege – im Falle der Übernahme einer Kirche durch eine Kommune ist und plädierte dafür, den Denkmalschutz als gestalterische Chance für eine nachhaltige baukulturelle Weiterentwicklung zu begreifen.
Trotz der großen Hitze an diesem Tag war die Mitwirkung am Workshop außerordentlich rege und zeigte, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Zukunft der Kirchengebäude, die aus der liturgischen Nutzung fallen, gesellschaftlich ist. Die Projektleiterin der ProjektStadt, Alexa von Wedel, resümiert: „Besonders begeistert hat mich die Mitwirkung der Mitglieder der Kirchengemeinden, spontan sind an den beiden Tagen gleich drei kleine Orgelkonzerte entstanden, weitere Pläne zu Kirchenführungen und Bastelnachmittagen wurden geschmiedet. Zusammengefasst hat bereits die temporäre Nutzung einer Kirche für eine solche Veranstaltung gezeigt, was Kirche kann.“
Kunstinstallation am 12. September mit Minister Mansoori
Unter dem Motto „Kelsterbach bastelt für Frieden, Freiheit und Demokratie“ startete mit dem Workshop eine große Bastelaktion für eine gemeinsame Kunstinstallation, die am 12. September vom hessischen Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori feierlich eröffnet wird. Die Idee ist, dass möglichst viele Menschen Origami-Kraniche gestalten, die dann in einem großen Schwarm durch die Kirche „gleiten“. Mit der Eröffnung der Installation startet weiterhin die Kulturreihe mit musischem Schwerpunkt. Bis Ende des Jahres wird die Herz-Jesu-Kirche noch mehrfach ihre Pforten öffnen.
Herzlich willkommen: Die Begrüßung übernahmen an beiden Tagen Bürgermeister Manfred Ockel (li.) und Gastgeber Pfarrer Stefan Barton. Foto: ProjektStadt Graphic Recording: Die Künstlerin Christa Fajen hat die beiden Tage in der Herz Jesu Kirche gestalterisch festgehalten. Copyright: Christan Fajen / ProjektStadtUnter den Gästen war auch Daniela Matha (li.), Geschäftsführerin der ABG Frankfurt Holding – hier mit Marion Schmitz Stadtfeld, Leiterin Integrierte Stadtentwicklung | ProjektStadt. Foto: ProjektStadt (v.li.) Marion Schmitz-Stadtfeld (Leiterin ProjektStadt | Integierte Stadtentwicklung), Dr. Verena Jakobi und Dr. Henriette von Preuschen (beide Landesamt für Denkmalpflege), Christina Rettig vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum sowie Alexa von Wedel, Projektleiterin Integrierte Stadtentwicklung | ProjektStadt. Foto: ProjektStadt
Wir sind ein verlässlicher, kreativer und innovativer Partner bei der Entwicklung von Kommunen. Eine unserer Stärken ist das Fördermittelmanagement. Jedes Jahr sichern wir durchschnittlich mehr als 30 Prozent der Städtebaufördermittel in Hessen für unsere Auftraggeber und untermauern so unsere Marktführerschaft. Eine große Rolle spielt die analoge und digitale Partizipation der Öffentlichkeit mit Hilfe von interaktiven Beteiligungstools, die zum Mitmachen animieren. Mit unserem Know-How passen wir unser Angebot an neue Aufgabenstellungen an und entwickeln neue Tools - wie z.B. bei der kommunalen Wärmeplanung.
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